Wir gehen in die Herbstferien und nehmen uns etwas Wegzehrung in die handballlose Pause mit …

2 wichtige Punkte – erarbeitet durch einen Sieg gegen die SG Ollheim-Straßfeld III 28-18 (Hz. 13-11)

Eine unter Umständen wegweisende Partie stand an. Wir – der Tabellendritte – gegen die SGO3, die vor dem Anpfiff dem Tabellenführer Schleiden am nächsten auf den Fersen war. Die klar geäußerte Absicht bestand darin diese Reihenfolge zu tauschen. Was diesen Gegner anging, war allerdings ebenso klar, dass wir dazu schon gut arbeiten würden müssen, denn aus den Spielen der vergangenen Saison wussten wir nur zu gut, wie unangenehm die SG zu bespielen sein kann und wie schwer gerade wir uns da früher schon getan haben.

Unsere heutige Teilnehmerliste war zwar nicht vollständig – aus dem theoretisch möglichen Kader fehlten Constantin, Ralf und Simon – aber weil Daniel Förster ergänzte, konnten wir trotzdem den Spielbericht komplett füllen. Auf der Gegenseite erkannten wir einige schon vertraute Gesichter und dementsprechend gingen wir auch mit der Vorstellung ins Rennen, mit den bekannten Abläufen beim Gegner rechnen zu können. Die heißen dann: kurze Deckung gegen jeden Linksaussen der auf die Platte kommt und viele Treffer der Ollheimer durch direkt aus dem Schutz des Schirms verwandelte Freiwürfe. Beides hatte uns immer sehr geärgert – beides hatten wir zuvor eigentlich nie in den Griff bekommen. Aber zumindest auf eines dieser taktischen Mittel hatten wir uns diesmal ein wenig vorbereitet und uns gedanklich darauf eingestellt – manchmal hilft ja auch das schon.

Der Einstieg in diese Spitzenbegegnung der 2.KK war nicht besonders aufregend. Klar wurde zunächst nur, dass man sich offenbar auf Seiten der SGO3 eine neue Form der Spieleröffnung angewöhnt hat. Dabei findet mit praktisch jedem ausgeführten Anstoß der Ollheimer ein schnelles Anstürmen auf die Deckung statt, das Ganze begleitet von einem Kreuzen der Mittel- mit den Halbpositionen oder sogar einem klassischen Dreierwechsel. Unsere Abwehr ließ sich zunächst von diesem Treiben ablenken und trat zur Abwehr der mit Schwung heranfliegenden Rückraumspieler eher einen Schritt zurück – ein völlig falsches Verhalten, wie sich schnell herausstellte. Bis wir dieses von uns praktizierte (und erkannte) Fehlverhalten aber tatsächlich abstellen konnten, verging trotzdem eine ziemlich lange Zeit, nämlich etwa 20 Minuten. Genau genommen haben wir den Gästen diesen Zahn erst ziehen können, als wir unsere schon seit Beginn aufgestellte 5:1 Deckung nun so ausführten, dass unser ‘Indianer’ stets weiter in den Raum vorrückte und so diese Abwandlung der ‘schnellen Mitte’ schon im Keim erstickte. Etwa mit der Einführung dieser Maßnahme fanden wir auch insgesamt besser ins Spiel und schafften es auch endlich im Ergebnis aufzuschließen.

Im Angriff hatten wir ohnehin auch schon vorher recht gut und erfolgreich gearbeitet. Die kurze Deckung störte uns diesmal nicht besonders. Mit ein paar vorher ausgegebenen Lauf- und Passfolgen schafften wir es, in das ‘normale Anstoßen’ hinein zu finden und mehr Voraussetzung brauchen wir selten um zu unseren Abschlüssen zu kommen. Weil diese verbesserten Abläufe griffen, hatten wir bis zur Pause sogar eine 13-11 Führung herausgespielt.

Prinzipiell hätte es danach genau so weitergehen dürfen. Zwar gab es immer noch vor allem in der Abwehrarbeit Verbesserungspotential, insgesamt jedoch waren wir das bessere Team am heutigen Tag – und konnten es auch zeigen. Wir machten unsere Treffer von allen Positionen des Feldes und somit musste die Ollheimer Abwehr auch konstant über die ganze Breite arbeiten. Im weiteren Verlauf schien das einer der Knackpunkte zu werden, denn je länger diese Partie lief umso mehr schien den Gästen die Kraft auszugehen. Sicher auch weil ihnen einer ihrer etatmäßigen Freistoßschützen fehlte, gaben wir die einmal erarbeitete Führung nicht mehr ab und ließen uns auch später nicht mehr durch einige eigene Unzulänglichkeiten aus der Bahn werfen. So gab es etwa ab der Mitte der zweiten Halbzeit einige Szenen in denen wir bei TGS oder anderen Abschlüssen fahrlässig Chancen ausließen oder heftigst daneben zielten – wären wir da nicht schon um einige Tore enteilt gewesen, hätte das sicher nochmal zu einem erhöhten Puls und Unruhe im Spiel geführt. Tatsächlich aber brachte das weder uns in Bedrängnis, noch die SG Spieler wieder in Wallung. Offenbar hatte man es auch dort schon vor dem Ende des Ganzen im Gefühl nicht mehr die Wende gegen uns zu schaffen.

So bleibt dann in der Nachbetrachtung der zweiten Halbzeit dieses Spiels nur noch die Verletzung von Leon etwa zur 35. Minute ein Aufreger. Im direkten Kampf um einen freien Ball in der Mitte unserer Spielhälfte kam es zu einem Aufeinandertreffen mit einem der Ollheimer Rückraumspieler. Zwar hatte Leon die schlechtere Ausgangsposition, weil er aber schneller war, erreichten beide Spieler den Ball praktisch gleichzeitig und stürzten miteinander.

Leons Aufprall auf den Hallenboden war dabei deutlich heftiger und wegen der Beteiligung des Gegners auch nicht mehr abzufangen. Das Spiel musste danach zunächst unterbrochen werden, weil auch nicht sofort klar war, ob möglicherweise eine ärztliche Versorgung nötig werden würde. Glücklicherweise konnte diesbezüglich aber nach einigen Minuten Entwarnung gegeben werden. Zwar konnte unser Mittelmann nicht mehr teilnehmen – die resultierende vermutlich heftige Prellung wird ihn auch noch eine ganze Weile beschäftigen – aber es schien gewährleistet, dass keine unmittelbare Behandlung erforderlich sein würde. Leon konnte das weitere Spiel dann auch bis zum Ende vom Spielfeldrand aus verfolgen und zumindest der weitere Verlauf dieser Begegnung mit dem letztlich recht deutlichen Sieg gegen den stark eingeschätzten Gegner dürfte ihm gefallen haben. Wir hoffen natürlich, dass sich die Blessur als nicht folgenschwer herausstellt und er uns schon bald wieder so gut unterstützen kann wie er das in den letzten Spielen getan hat – gute Besserung!

Was bleibt darüber hinaus als Fazit? Sicherlich die Bestätigung, dass wir – solange wir weiterhin diese gute Besetzung auf’s Feld schicken können – uns definitiv in dieser Liga eher nach oben als nach unten orientieren sollten. Ob es soweit reicht dabei um die Spitze mitspielen zu können, wird man erst beurteilen können wenn wir alle Gegner kennen. Allerdings sollte man sich immer ambitionierte Ziele setzen und das kann für dieses Team nach aktueller Situation nur heißen, das wir um die vorderen Plätze mitspielen wollen. Grundsätzlich haben wir auf jeder Position mehrere Spieler, die in jeder Spielphase Tore erzielen können – das ist auch belegbar, wenn man unsere Torschützenlisten betrachtet: oft sind die Gesamttreffer weit gestreut. Das Ganze gestützt von zwei soliden Torhütern, die uns das, was zu halten ist, meist vom Tor fernhalten – das taugt zum erfolgreichen Bestehen.

Wenn es also nach der kurzen Herbstpause weitergeht, können wir uns darauf freuen, mit dieser gut gemischten Truppe wieder ins Rennen zu gehen. Bis dahin: allen eine schöne Ferienzeit! (Uwe)

Spieler (Torliste von Birgit – danke):
Daniel Förster 3 (LA), Daniel Marx 4 (RA), Frank (TW), Gordon 2 (LA/KL), Kittes (RR), Leon 1 (RM), Max 1 (RA), Sascha 5 (RM/RM), Olli (RM/RR), Patrik (TW), Reinhold 3 (KL), Uwe (LA), Volker 5 (RL), Yannik 3 (RR)

TSV Feytal 2

TSV Feytal 2

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04.10.2015|Aktuelles, Männer 2|