Die Zweite bewältigt die erwartet schwierige Pflichtaufgabe vor der Karnevalspause erfolgreich

TSV Feytal 2 siegt gegen den Godesberger TV 2 mit 28-24 (Hz. 17-12)

Es war uns vorab klar, dass es gegen die Gäste aus Godesberg unter bestimmten Umständen nicht ganz einfach werden würde. Zwar sind es vor allem die Auswärtspartien am Rheinufer, welche uns immer wieder mal etwas schwerer fallen, doch die ‘Jungs’ aus dem Bonner Süden sind trotz ihres überschaubaren Punktekontos grundsätzlich nicht einfach zu schlagen. Es ist immer angebracht, sich voll zu konzentrieren und nichts schleifen zu lassen. Anderenfalls verlaufen diese Begegnungen enger als man es eigentlich haben müsste. Heisst im Klartext: solange man in der Lage ist den GTV auf Abstand zu halten, hat man einen angenehmen Nachmittag – auch, weil die Godesberger nicht zu besonders hartem Spiel neigen. Gelingt das aber nicht, wird die ganze Sache ‘aufwendiger’. Natürlich wollten wir genau das vermeiden. Aber zum einen ist unsere Formkurve im Augenblick definitiv nicht auf ihrem Höhepunkt – das haben die letzten Spiele durchblicken lassen, zum anderen waren wir auch nicht vollzählig besetzt. So war bereits im Vorfeld klar, dass Yannick, unser Matchwinner im Hinspiel, fehlen würde, dass Frank, die eine Hälfte unseres üblichen Torhüterduos, weiterhin verletzt fehlt und zudem Olli, ebenfalls durch Verletzung gehandicapt, wohl nicht teilnehmen würde können. Als dann aber auch noch während des Aufwärmens unser letztverbliebener Hüter Patrik plötzlich und unerwartet passen musste, gingen wir endgültig von einem echten Problem aus. Mit Gordon (unserem etatmäßigen Kreisläufer/Linksaussen) als Interims-Torhüter, gingen wir in die ersten Minuten.

Die oberste Maxime lautete demnach, durch konzentrierte Deckungsarbeit nach Möglichkeit alles von unserem Tor fernzuhalten was auch nur ansatzweise hätte torgefährlich werden können. Zu unserem Glück aber beschränkte sich auf Seiten der Godesberger an diesem Tag die Anzahl der Goalgetter auf tatsächlich nur 2 – vielleicht maximal 3 – Personen die durchgehend am Abschluss gehindert werden mussten, soviel war relativ schnell erkennbar. Und nachdem die zunächst angesetzte 6:0-Deckung noch nicht zufriedenstellend funktioniert hatte und das Spiel recht ausgeglichen war, gelang es uns danach wesentlich besser unseren Aushilfshüter vor Schüssen der Gegner zu schützen. Meist versuchten die Gäste nämlich, ihren kräftigen Linkshänder über Kreuzungen in der Mittelposition zum freien Schuss zu bringen – nach unserer Umstellung auf eine 5:1-Deckungsformation gelang das nur noch vereinzelt. Es folgten noch ein paar Gegentore über den Linksaussen, dann hatten wir auch das weitgehend im Griff. Darüber hinaus erfreulich: Etwa zur 15. Minute konnten wir Gordon von seinem ungeliebten Job erlösen. Zwar konnten wir immer noch nicht auf einen ‘gelernten’ Torwart zurückgreifen, unser RR Christoph aber war – eigentlich nur zum Zuschauen – in der Halle aufgetaucht. Wenn er verletzungsbedingt auch nicht im Feld hätte mitspielen können, für einen Einsatz zwischen den Pfosten sollte es reichen und weil er das Torwartspiel in der Vergangenheit schon manches Mal sehr ordentlich erledigt hatte, setzten wir das sofort um. Damit stiegen wiederum unsere Alternativen im Feld.

Separat auf unsere Angriffsleistung bezogen verlief das Spiel ähnlich. Hatten wir zu Beginn noch einige Schwierigkeiten mit dem gegnerischen Hüter, schafften wir es mit zunehmender Spieldauer immer häufiger ihn zu überwinden. Und waren es in der Anfangsphase noch vornehmlich Siebenmetertore die er hinnehmen musste, trafen wir nun in der Folge vermehrt aus dem laufenden Spiel. Sobald der Ball in unseren Reihen lief konnten wir zu Abschlüssen kommen und vermehrt landeten diese Bälle nun auch im Netz. Dazu brachten wir durch die verbesserte Abwehrleistung ein paar erfolgreiche Tempogegenstöße zum Abschluss, was uns bis zur Pause zu einer schon deutlichen 17-12 Führung verhalf. Auch in den ersten Minuten nach der Pause blieben wir gut im Spiel und hielten den Vorsprung. Sogar eine noch höhere Differenz konnten wir kurzzeitig herausspielen, dann aber riss der Faden ab. Wir ließen plötzlich einige Gelegenheiten aus, verloren Bälle durch unsauberes Spiel und unvorbereitete Anspiele, dazu noch ein paar technische Fehler – Resultat waren einige Gegentore des GTV 2 in Folge, ohne das wir weiter Zählbares auf die Anzeigetafel gebracht hatten.

Vielleicht waren wir uns angesichts der fortgeschrittenen Spieldauer und der deutlichen Führung zu sicher gewesen, jedenfalls schafften wir es in den verbleibenden ca. 15 Minuten bis zum Abpfiff nicht mehr den abgerissenen Spielfluss wiederherzustellen. Die Godesberger nutzten die Zeit um die vorher aus ihrer Sicht schon unangenehme Tordifferenz wieder etwas positiver zu gestalten, an einen Sieg konnten aber auch sie nicht mehr ernsthaft glauben. Sogar eine rote Karte, vergeben wenige Minuten vor Schluss, nach einer harmlosen Abwehraktion unseres Torwarts gegen einen Spieler der Gäste ausserhalb des Kreises (wohlgemerkt keine TGS Situation – keinerlei Gefährdung des Angreifers!) konnte daran nichts mehr ändern.

Ein unter Bezug auf die besondere Personalsituation wichtiger Sieg. Das war weder schön noch besonders toll herausgespielt, aber absolut verdient und – wenn man die Tabelle betrachtet – unter Umständen sehr hilfreich. Nicht das wir unbedingt in die erste Kreisklasse aufsteigen wollten (dann hätten wir in dieser Saison schon vorher ein paar Prioritäten anders setzen müssen) – aber wenn man schonmal die Möglichkeit hat, muss man natürlich versuchen einen möglichen Meistertitel anzustreben. Soviel Ehrgeiz sollte in jedem Sportler stecken, egal ob jung oder alt.

Also in der Vorausschau: Die aktuelle Situation ist so gestrickt, dass wir es in der eigenen Hand haben. Durch den gleichzeitigen Punktverlust der Schleidener gilt für uns, dass wir – sollte es uns tatsächlich gelingen alle ausstehenden 4 Spiele zu gewinnen – nicht mehr vom ‘Platz an der Sonne’ abzuhalten sind. Selbstverständlich haben wir bis dahin auch noch genau die beiden Hauptkonkurrenten Schleiden und Bockeroth zu bezwingen und das werden echte Hürden, denn beide Teams sind wirklich sehr stark. Aber ebenso selbstverständlich werden wir das angehen und Partie für Partie sehen was noch möglich bleibt – notfalls eben bis zum Schluss. (Uwe)

Es spielten (keine Torschützenliste):
Constantin (LA), Daniel (RA), Gordon (TW/KL), Kittes (TW), Max (RA/RL/RR), Reinhold (KL), Sascha (RM/RL), Simon (RR/RM), Uwe (LA), Volker (RL/RM)

TSV Feytal 2

TSV Feytal 2

TSV Feytal 2

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31.01.2016|Aktuelles, Männer 2|