Damen siegen knapp in eigener Halle

Im Heimspiel gegen Rheinbach, einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt, galt es insbesondere aus dem Hinspiel einiges wieder gutzumachen. Damals, als wir mit einer absoluten Notbesetzung 17:8 untergingen, haben wir unser Potenzial bei Weitem nicht ausgeschöpft.

Beim Rückspiel nun konnten wir vom Kader her fast aus dem Vollen schöpfen. Unser Trainer, der zur gleichen Zeit an seiner eigenen Karriere arbeiten musste, wurde von Jan hervorragend vertreten. Trotzdem ließ Rog es sich nehmen vor Anpfiff noch schnell in die Halle zu kommen und uns kämpferisch richtig einzustellen.

Den besseren Start erwischten definitiv wir. Nach einigen Glanzparaden von Julia und erfolgreichen Angriffen konnte wir uns mit 3:0 absetzen. Allerdings fanden wir danach oftmals keine Antworten gegen den dynamischen Angriff der Gäste, sodass es nach ca. 10 Minuten zum Ausgleich kam. Letztendlich ging Rheinbach sogar mit einer 1-Tore-Führung in die Pause.

Beim Halbzeittee war allen klar, dass wir mit mehr Aggressivität in der Abwehr – insbesondere gegen eine wuchtige Kreisläuferin und eine wendige Rückraumspielerin – sowie weniger „weggeworfener“ Bälle im Angriff dieses Spiel gewinnen konnten.

Im zweiten Durchgang neutralisierten beide Mannschaften sich weitestgehend. Definitiv profitierten wir von unserer starken Abwehr. Dies lieg auch daran, dass wir die beiden Spielzüge, die die Gäste nutzten, besser kontrollieren konnten. Nicht selten endeten die Defensivbemühungen aber in Strafwürfen, die das beste Mittel gegen uns zu sein schienen. Umgekehrt wurde unser Angriff zwar nicht dynamischer, aber besser. Nach circa 45 Minuten hatten wir den Ausgleich erzielt (12:12).

Die Schlussphase versprach dann nochmal mehr Spannung, da wir selbst das Heft wieder in die Hand genommen und 5 Minuten vor Schluss in Führung gegangen waren (16:14). Gute anderthalb Minuten vor dem Ende lagen wir bei eigenem Ballbesitz nur noch mit 1 vorne. In dieser Phase agierte Rheinbach in Unterzahl, da eine Gästespielerin verhinderte, dass wir in der eigenen Hälfte einen Freiwurf ausführen konnten. Da klar war, dass die Gäste nochmal an den Ball kommen würden, wäre ein Tor sooo wichtig gewesen. Unser Angriff endete 30 Sekunden vor Schluss aber mit einem Fehlwurf. Rheinbach – in einer letzten Auszeit nochmal vom Trainer neu eingestellt – spielte ein bisschen Profihandball und setzte die Torhüterin im Feld ein. Das Ergebnis war viel Chaos und ein Fehlwurf nach wenigen Sekunden. Den Gegenwurf von Julia auf’s leere Tor verhinderte nur noch der Pfosten. Im zweiten Anlauf der Gäste stibitzte Kiki den Ball und schickte Ka, die mit dem Schlusspfiff den 17:15 Endstand herstellte. Ein Ende wie im Fernsehen!

Das waren zwei verdiente Punkte, die gut tun für Tabelle, Moral und Karma.

(Ricarda)

29.01.2018|Aktuelles, Frauen|