Wir hatten unseren Vorstellungstermin in der neuen Liga   …und haben mal unsere Visitenkarte abgegeben

Heute mal die Geschichte um das Spiel herum etwas ausführlicher, weil die Pause so lang war und die neue Saison losgeht.

Die Karten waren vor diesem Auftaktspiel in Rheinbach vollkommen neu gemischt. Wir als Aufsteiger, die Hausherren als Absteiger in diese 2. Kreisklasse. Darüber hinaus war unsere Aufstellung ein echtes Überraschungspaket, weil wir vorab kein einziges gemeinsames Training absolvieren konnten und garnicht sicher wussten, wer denn letztlich auf der Platte stehen würde.

Nun, das was da den Weg nach Rheinbach gefunden hatte, konnte sich definitiv sehen lassen. Zählen wir mal auf: Christoph P. (RA), Daniel J. (RM/RR), Frank (TW), Gordon (LA/KL), Julian E. (RA), Kittes (RR/RM), Max (RA/LA), Olli (RR/RM), Reinhold (KL), Sascha (RL/RM), Uwe (LA), Volker (RL). Kenner unseres Teams mögen die ganz neuen Namen in unserem Kreis gleich ausgemacht haben – in Max (Junker) und Daniel (Janßen) haben wir neue Unterstützung aus den Besetzungen der letztjährigen mA-Jugend bzw. der ersten Herren. Gelegenheit sich auszuzeichnen hatte man erstmalig in der vergangenen Woche beim Saisonauftaktfest des TSV. Da waren auch noch weitere Neuankömmlinge dabei, die je nach Entwicklung der Dinge demnächst bei uns auflaufen könnten – Leon Müller (ab Oktober), Maxi Gleich und Paetrick Tillmann sind die weiteren Kandidaten. Alle Neuen hatten es bei diesem Trainingsspiel richtig gut gemacht und sich prächtig in das Team eingefügt => Willkommen – wir freuen uns, euch ab jetzt dabei zu haben. Verstärkung für unser gemischtes Rudel ist immer gut und das hier inzwischen Väter mit ihren Söhnen auf dem Feld stehen, ist auch eine tolle Sache, die unseren Status als ‚Verein für die ganze Familie‘ unterstreicht.

Jetzt zum Spiel: Um uns ein Bild vom unbekannten Gegner zu machen, wurde vor der Begegnung beim Einspielen mal ein wenig ausgiebiger als üblich hingesehen und es war schnell klar, dass wir mit anderer Handballspielkultur zu rechnen hatten als es meist in der 3.KK der Fall war. Jeder der HSG Spieler konnte mit dem Ball umgehen und auch das Zusammenspiel lief geordnet ab. Wir würden uns schon anstrengen müssen, um hier gut abzuschneiden. Das aber hatten wir auch schon vorab vermutet, weil man bei Vereinen wie Rheinbach in den unteren Ligen meist auf sehr erfahrene Spieler trifft, die bereits höhere Ligen bespielt haben.

Trotzdem – und das wurde auch in der Teamansprache herausgestellt – wir wollten hier etwas mit nach Hause nehmen. Entweder Punkte oder aber zumindest das Gefühl, das was wir aktuell drauf haben, voll abgerufen zu haben.

Von Beginn an waren wir konzentriert bei der Sache. In Abwehr und Angriff gleichermaßen ruhige und geordnete Aktionen und ein gutes Zusammenspiel zeichneten unser Spiel aus. Einige durch kurze Passfolgen erspielte Abschlüsse durch die Mitte, Würfe aus der Rückraumzone und auch Tempogegenstöße nach erfolgreicher Deckungsarbeit. Das alles sah schon ganz ordentlich aus, hatte aber leider noch nicht den gewünschten zählbaren Effekt, weil wir zu häufig am guten gegnerischen Torwart scheiterten. So kamen zunächst auf beiden Seiten nur wenige Tore auf den Spielberichtsbogen, aber wir gingen immerhin in knappe Führung. Zur Pause stand es 8-6 für unser Team, das nun vor allem darauf ausgerichtet wurde, in der zweiten Halbzeit erfolgreicher abzuschließen.

Zunächst aber verspielten wir unseren kleinen Vorsprung beinahe. Der Druck unserer Angriffsreihe auf die Abwehr der HSG ließ etwas nach und wir spielten zu oft quer ohne die Deckung wirklich zu beschäftigen. Die Folge waren einige Ballverluste im Spielaufbau und wir mussten plötzlich einigen Gegenstößen der Hausherren folgen. Auch gelang es den beiden Hauptaktiven der HSG sich in Szene zu setzen, weil wir im Deckungsverband nicht mehr konsequent zusammenarbeiteten. Trotzdem behielten wir die Ruhe und nach ein paar kleinen Korrekturen in unserer Ausrichtung bekamen wir die Zügel wieder in die Hand. So hatte unser danach wieder auf zwei Tore gewachsener Vorsprung Bestand. Ab etwa der 50. Minute war dann auch abzusehen, dass der Gegner nicht in der Lage war, seine Spielweise umzustellen, um uns noch einmal vor eine neue Aufgabe zu stellen – wir mussten nur noch die Konzentration halten und unser Spiel weiter durchziehen. So ließen wir dann auch nichts mehr anbrennen und hielten die Rheinbacher routiniert auf Abstand. Letztlich ein 18-16 auf fremdem Territorium, das hoffen lässt, dass wir auch in der höheren Liga ordentlich mitspielen können. Sehr positiver Nebenaspekt: auch in den kritischen Situationen hielt die Mannschaft sich nicht mit interer Kritik auf, sondern zog weiterhin an einem Strang – sehr schön!

P.S. Besonders bemerkenswert bei dieser schönen Saisonpremiere: Unsere Fangemeinde hatte die fremde Halle komplett in der Hand. Restlos alle vergebenen Zuschauerplätze wurden von Feytalern besetzt 😉 Danke für die Unterstützung, es macht immer noch mehr Spaß wenn wir vor unseren eigenen Anhängern spielen können! (Uwe)

TSV Feytal 2

TSV Feytal 2

06.09.2014|Aktuelles, Männer 2|