Überzeugende Revanche …die 2te gewinnt ihre Rückrundenpartie gegen die TSV Bonn rrh. 4 deutlich mit 32-23 (Hz. 16-11)

Im Prinzip gab es vor Beginn dieses Spiels gleich zwei Anlässe uns besonders motiviert an die Aufgabe heranzumachen. So war es eben diese Mannschaft des TSV Bonn rrh., gegen die wir im Hinspiel in Beuel denkbar unglücklich in quasi letzter Sekunde verloren hatten, obwohl wir uns damals durch ein engagiertes und gutes Spiel eigentlich Punkte verdient gehabt hätten. Zum Zweiten hatten wir noch immer etwas Ärger von der letzten Woche im Bauch: Die Partie gegen die anderen ‚Rechtsrheinischen‘ – nämlich die von Bad Honnef – war ja auch sehr knapp verloren gegangen. Hier aus unserer Sicht auch deshalb, weil uns eine merkwürdige und inkonsequente Regelauslegung der Schiris derbe aus der Spur brachte, nachdem wir die Gegner lange Zeit im Griff hatten.

Grund genug also, heute alles besser zu machen und beim letzten Heimspiel der Saison unseren treuen Anhängern nochmals eine unterhaltsame Stunde Handball zu bieten. Die Voraussetzungen waren vorab nicht optimal. Zwar waren wir nicht wieder so dünn besetzt wie zuletzt, es fehlten aber immer noch 5 Spieler die uns normalerweise weiterhelfen: Neben Leon und Reinhold hätten uns vor allem unsere Rückraumgrößen Kittes, Paetrick und Sascha mit ihren jeweils knapp 2m Körperhöhe gegen die meist massiv stehende Deckung der Bonner einige Alternativen mehr gegeben.

Trotzdem gingen wir von Beginn an sehr erfolgreich zu Werke. Mit gutem, konzentriertem Passspiel schaften wir es gleich, die Abwehrreihe der Gäste zu beschäftigen und vor allem, sie zur Bewegung zu zwingen. Dadurch konnten wir es verhindern, dass die Bonner ihre normalerweise gut organisierte 5-1 Deckung richtig zum Zuge bringen konnten. Immer wieder rissen wir Lücken in das Zentrum der Deckung, was vor allem unsere Besetzung auf Mitte und Rückraum Rechts – Olli und Daniel – dazu nutzen konnten ihre Stärken auszuspielen. Viele Tore konnten die beiden so durch schnelles Einlaufen in die löchrige Abwehr erzielen und wenn das einmal nicht funktionierte, waren wir auch noch über Sprungwürfe aus dem Rückraum erfolgreich. Hier machte sich zudem bezahlt, dass wir uns bei den gegebenen Freiwurfgelegenheiten die Zeit ließen uns ordentlich aufzustellen und unseren Schützen mindestens zwei Kameraden als Schirm zu geben (uralte Handballtugenden reaktiviert). In der Abwehr schafften wir es darüber hinaus wieder besser als Verbund zu arbeiten: die 6:0 Deckung die wir zu Beginn wählten, stellte sich als wirklich sattelfest heraus. Weil wir es schafften, meist mit allen unseren Akteuren gemeinsam zum ballführenden Gegenspieler zu schieben, hatte es jeder Bonner bei seinen Angriffsbemühungen meist mit zwei – und manchmal sogar noch mehr – Verteidigern zu tun. So gelang es, uns mehr oder weniger kontinuierlich über den Verlauf der ersten dreissig Minuten abzusetzen (2-2, 4-2, 7-4, 9-7, 11-9, 13-10, Hz. 16-11).

In der Pausenbesprechung – die dementsprechend recht ruhig verlief – haben wir also nur versucht uns klarzumachen, dass der eingeschlagenene Weg weiter verfolgt werden muss. Wichtig war es, uns weiterhin die Ruhe im Angriffsspiel und die engagierte, lauffreudige Bewegung in der Abwehr zu erhalten, dann sollte das Spiel keinen Bruch mehr bekommen – auch wenn die Bonner ihr Pulver sicher noch nicht verschossen hatten.

Leider kamen wir allerdings etwas verschlafen aus dieser Pause heraus. Anstelle von Beginn an dafür zu sorgen, dass die Gäste gar nicht mehr auf die Idee gekommen wären hier noch etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen, schlich sich der Schlendrian ein. Wohl im Angesicht der vergleichsweise sicheren Führung, stand die Deckung nun im wahrsten Sinne des Wortes plötzlich relativ untätig und träge herum. Zudem – was noch schlimmer war – entschlossen wir uns in dieser Phase im Angriff viel zu häufig dazu ohne Vorbereitung abzuschließen. Einige unserer Schüsse gingen so buchstäblich nach hinten los, denn in das gegnerische Tor fanden sich nicht – sondern im Gegenteil: als Tempogegenstoß oder erweiterte Gegenstöße kamen sie quasi als Bumerang umgehend zurück. In nur wenigen Spielminuten kamen die Bonner so auf bis zu 2 Tore heran und wenn wir nicht mit Patrik in diesem Abschnitt einen sehr gut aufgelegten Torhüter zwischen den Pfosten gehabt hätten, wäre sicher größeres Unheil zu erwarten gewesen. Mindestens drei hundertprozentige Schüsse der Gäste konnte er dabei in kurzer Folge abwehren, was uns weiter in Führung hielt und uns so die Gelegenheit gab, uns wieder auf unsere Stärken zu besinnen – das war richtig wichtig!

Denn, nur weil wir dadurch geschützt den ‚Reset‘ auch noch in überschaubarem Zeitrahmen hinbekommen haben, kann man in der Nachbetrachtung das Aufbäumen des TSV als Strohfeuer ansehen. Schon bald war wieder ein ordentlicher Abstand hergestellt. Die ab dem Ende der ersten Halbzeit eingesetzte taktische Maßnahme der Bonner, ein oder zwei unserer Rückraumspieler in kurze Deckung zu nehmen ging zunehmend nach hinten los. Hatte man vorher zumindest halbwegs unser Zusammenspiel stören können, schaffte man es jetzt, vermutlich wegen schwindender Kräfte, kaum noch unseren Angriff unter Druck zu setzen. Das Ergebnis waren weiter wachsende Räume im Zentrum und immer seltener gelang es der Abwehr, unseren dort mit Ball einlaufenden Spielern zu folgen. Ebenso wurden Treffer über unsere Kreisspieler häufiger. Der Vorsprung wuchs noch weiter an und bald war offenbar auch den Rechtsrheinischen klar, dass man hier als Verlierer vom Platz gehen würde. Die Begegnung endete auf diese Weise ausgesprochen beruhigt – manches Freundschaftsspiel verläuft ruppiger – und beinahe alle von uns eingesetzten Spieler konnten sich bis zum Abpfiff in die Torschützenliste eintragen.

Ein schönes Spiel zum Abschluss der Heimsaison, bei dem sich das Team gut darstellen konnte: kompakt, engagiert und ohne Ausfälle. Alle Spieler konnten sich mit einer zumindest guten Leistung vom einheimischen Publikum verabschieden, wobei drei Kameraden heute besonders Lob einheimsen dürfen und herauszuheben sind: Torhüter Patrik – Begründung s.o. und die Herren (Olli) Zdralek und (Daniel) Janßen, die mit ihren 12 bzw. 7 Toren beinahe allein die Revanche geschafft hätten.

Nächste Woche die vermeindlich leichteste Aufgabe des Rückrundenkalenders. Weil es aber in Godesberg immer hoch hergeht, müssen wir definitiv auch dann voll fokussiert an die Partie herangehen, um die Punkte mit nach Hause zu nehmen. Wir werden mit einem wieder veränderten, aber nicht kompletten Kader an den Start gehen, das steht schon fest und schon alleine deshalb rechnen wir damit, dass es uns sicher nicht leicht fallen wird… (Uwe)

Es haben gespielt (Torliste von Claudia):
Daniel 7 (RR/RM), Frank (TW), Gordon 4 (KL), Joshi 1 (KL), Julian 2 (RA), Max 1 (LA), Olli 12/1 (RM/RR), Patrik (TW), Ralf (RR), Uwe 2/1 (LA), Volker 3 (RL)

TSV Feytal 2

TSV Feytal 2

TSV Feytal 2

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