TSV Feytal 2 – TVE Bad Honnef 1 26:18

Wir können auch anders! …die 2te gewinnt harte Auseinandersetzung gegen TVE Bad Honnef 1 mit 26-18 (10-6)

Dieser Gegner war uns absolut unbekannt. Und ohne jemals eine Partie der Gäste gesehen zu haben oder Spieler zu kennen, konnten wir nur durch einen Quervergleich abschätzen was uns erwartete: Beide Teams hatten schon gegen die HSG Niederpleis/St. Augustin 3 gespielt und beide hatten mit der gleichen Tordifferenz verloren, deshalb rechneten wir mit einer Mannschaft die uns auf Augenhöhe begegnen würde. Als Hausherren waren wir allerdings natürlich verstärkt darauf aus, unseren schon recht lange verteidigten Heimnimbus zu wahren. Unsere Aufstellung wurde wieder durch den zuletzt vermissten Sascha verstärkt, dafür fehlten diesmal neben Reinhold auch unsere beiden bislang so erfreulich aufspielenden Paetrick und Max.

Schon kurz nach dem Anpfiff, gleich bei den ersten Aktionen in ihrer Deckungsformation, fiel die ‚besondere‘ Spielweise der TVE Akteure auf. Man ist es ja durchaus gewohnt gegen Teams zu spielen, bei denen ein oder zwei Spieler – nennen wir es einmal – ‚körperbetont‘, spielen. Hier ging uns die ganze Truppe vom Anpfiff an verstärkt an die Wäsche. Das ist gerade in dieser Spielklasse recht ungewöhnlich, aber vielleicht liegt es ja auch daran, dass es sich um die Erste Mannschaft dieses Vereins handelt, die natürlich besonders motivierte Spieler in ihren Reihen haben sollte…

Irritierend vor allem dann auch noch die Vorgehensweise der Gäste im eigenen Angriff. Es gab kaum eine Aktion die ’sauber‘ gewesen wäre. Das beliebteste Vergehen dabei: mit der linken Hand eine Schneise in die Abwehr rücken bevor der Körper und die Wurfhand nachkamen – dies aber nur, wenn unser Verteidiger Glück hatte. Häufig war es nämlich auch der Ellbogen der als Spaltwerkzeug zum Einsatz kam wenn es darum ging sich unlautere Vorteile zu verschaffen. Kurzum: der TVE hatte sich mit seiner Spielweise binnen weniger Minuten unsere absolute Gegenwehr gesichert, denn mit dermaßen unangebrachter Härte hat uns noch niemand beeindruckt, sondern immer nur motiviert.

Trotzdem taten wir uns zunächst schwer. Der Ball lief nicht so gut und kontrolliert wie zuletzt schon geschafft. Ausserdem fanden einige unserer Abschlüsse nicht das Tor oder nur den Pfosten, so dass zum einen überhaupt nur wenige Tore fielen, zum anderen wir uns trotz passabler Abwehrleistung nicht absetzen konnten.

Erst gegen Ende der ersten dreißig Minuten liefen die Dinge besser: Wir schlossen besser ab, die Schiris hatten häufiger die Aktionen der Gäste besser bewertet und korrigierend eingegriffen und damit war zunächst der Wind aus den Segeln der Honnefer genommen. Ergebnis war ein kleiner Run unsererseits bis zum Pausenstand von 10-6.

Die kurze Erholungsphase war dann zwar gut für unsere Körper, dem gerade eingeleiteten Spielfluss aber machte sie gründlich den Garaus. Kaum wieder auf dem Spielfeld, zerfiel unsere vorher noch ordentliche Deckung wieder in einzeln kämpfende Zellen und auch der Angriff bestand fürs Erste nur aus Aktionen die durch keinerlei Zusammenspiel entstanden waren. Resultat war eine sehr fahrige Phase, in der der TVE immer näher an uns herankam. Vorne keine Tore über mehrere Angriffe hinweg – hinten etliche Gegentore die beinahe aussahen als ob wir die Bemühungen eingestellt hätten. Die durch die weiterhin ‚rustikal‘ gebliebene Spielweise Gäste ohnehin schon gallige Stimmung schlug nun ein wenig in unsere eigenen Reihen zurück und die Hauptarbeit bestand nun darin, alle wieder auf die Aufgabe zu konzentrieren. So war zur Mitte der zweiten Halbzeit der Vorsprung dann beinahe verspielt und wir führten nur noch mit einem Tor, als uns zwei Dinge zu Hilfe kamen. Eine gut gewählte Auszeit beruhigte die Gemüter, weil wir uns in dieser Minute der Besprechung klar machen konnten, dass wir nur wieder besser den Ball laufen lassen müssten. Ausserdem entschieden die Schiris plötzlich in mehreren folgenden Aktionen so wie wir es uns schon vorher gewünscht hätten – schließlich hatten wir schon die ein oder andere Blessur erfahren die wir uns nicht selbst zugefügt hatten.

Endlich wurden nun unfaire Aktionen des TVE auch mit den entsprechenden Strafen geahndet, was dazu führte, dass die Gegner nur noch selten vollzählig auf dem Platz standen. Wir hatten uns gefangen, spielten die Dinge routiniert zu Ende und hatten zudem auch noch einen guten Rückhalt in Frank, der sich nach schon guter erster Halbzeit in einigen Szenen noch weiter steigern konnte. Hinten ein paar Abschlüsse verhindert die Gegentore hätten werden können – vorne nun eigentlich wieder durchgehend mit Treffern beim Abschluss – das Schlussergebnis von 26-18 gibt die Qualität der Mannschaften ordentlich wieder.

Es war in jeder Hinsicht aufwendig aber wir haben uns durchgesetzt. So gehen wir etwas ramponiert, aber zufrieden und gefestigt in die Spielpause bis November. Danach geht’s wieder mit größerem Kader weiter. Wir freuen uns schon drauf… (Uwe)

Daniel J. (RM/RR/LA), Frank (TW), Gordon (KL/LA), Julian E. (RA), Joshi (KL), Kittes (RR/RM), Olli (RM/RR/LA), Sascha (RM), Uwe (LA), Volker (RL)

TSV Feytal 2

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28.09.2014|Aktuelles|