TSV Feytal 1 vs. TSV Bonn rrh. 3 – Kellerduell

Nach Wochen ohne Punkterfolg kam es Freitag vor dem Training zur „großen“ Aussprache. Trainer Christoph Dasburg verkündete seinen Rücktritt und das Zepter wurde an die Interimstrainer Oliver Zdralek und Roger Herbst übergeben. Damit ist im Lager des TSV auch die Hoffnung verbunden, dass die Mannschaft wieder in die Bahn findet und an die Leistung der vergangenen Saison anknüpfen kann. An dieser Stelle lieber Kittes, möchte ich dir für die Arbeit der vergangenen Jahre danken, in denen du die erste Mannschaft trainiert und entwickelt hast.

Nun aber zum Spiel. Beide Mannschaften waren vor dem Spiel mit 2 bzw. 4 Punkten auf der Habenseite Kellerkinder und aus Feytaler Sicht waren 2 Punkte notwendig um die Bonner nicht davon ziehen zu lassen. Offensichtlich haben einige Spieler ihren neuen Coach falsch verstanden, als er nach dem Freitagstraining seinen Spielern quasi die lange Leine liess. Von den mahnenden Worten der „großen“ Aussprache schien nichts übrig geblieben. Eine Dreiviertel Stunde vor Spielbeginn waren 4 Spieler noch nicht einmal in der Halle. Sieht so die Vorbereitung auf ein 4-Punkte Spiel aus? Andere liefen sich zu Karnevalsliedern warm. Konzentration – Fehlanzeige!

Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel mit leichten Vorteilen für die Bonner. Über 1-3, 8-8, 8-11 bis zum Halbzeitstand von 10-12 schwankte die Leistung zwischen „ordentlich“ bis fahrig im 5-Minuten Takt. Während man in der Abwehr gut dagegen hielt und überwiegend im seitlichen Verschieben Schwächen offenbarte, war die Leistung im Angriffsspiel nahe am Offenbarungseid. Es fehlte an vernünftigen Kombinationen und bei einigen Spielern auch an Mumm. Natürlich darf bei der Beurteilung Verletzungspech und mangelndes Selbstvertrauen wegen der letzten Misserfolge nicht außer Acht gelassen werden, aber ein Spiel mit quasi nur 3 Spielern im Angriff ist schwer zu gewinnen. Hier muss eine Steigerung her, zumal 3 Siebenmeter in HZ1 verworfen wurden. Jeder muss einfach gieriger werden, um die Torausbeute zu steigern. So musste man froh sein, Dank eines im Angriff überragenden Jan Erik Schulz, noch in Sichtweite zu sein.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte dann die Feytaler Abwehr um Hüter Rüdiger Zens eine gute Phase. Man konnte das Spiel drehen und mit 14:13 erstmals seit dem 1:0 in Führung gehen. Leider wurde es verpasst konsequent weiterzuspielen und sich mal abzusetzen. Zu allem Überfluss verletzte sich mit Marvin Narres ein weiterer Spieler und es blieben kaum Wechseloptionen für den Rückraum übrig. Es entwickelte sich folglich ein 1-Tore-Spiel und keine Mannschaft konnte die Überhand gewinnen. Das Spiel spitzte sich zu und in der Endphase (23:23 etwa 54 Min.) leistet man sich zu viele Schnitzer. Als ein Feytaler auf den Foul-Pfiff wartet und dann „3-Sekunden“ abgepfiffen bekam, kippte das Spiel zu Bonner-Gunsten. Bonn schaltete in dieser Situation schnell um und der offensiv überragende Jan Erik Schulz konnte den Gegner nur per Foul stoppen. Folge war ein Siebenmeter und eine 2-Minutenstrafe. Die Bonner verwandelten zum 23:24. Beiden Mannschaften merkte man die Bedeutung des Spiels an. So konnte Feytal nochmal ausgleichen und 40 Sekunden vor Spielende den Ball erobern. Anstatt clever den Ball zu sichern und den Angriff ruhig aufzubauen, verdaddelte man den Ball beim TG-Versuch 2 gegen 3 (Bonner) durch Doppeldribbling. Folglich bekam man dann die Quittung drei Sekunden vor Ende.

Jan Erik Schulz 16/4, Roger Herbst 3, Daniel Förster 2, Dennis Schmitz 1, Julian Eichen 1, Marvin Narres 1

Was bleibt als Fazit? Nächste Woche in Merl probieren wir es wieder. Hoffentlich bringen dann alle mehr Entschlossenheit und Konzentration mit. (Oliver)

28.11.2016|Aktuelles, Männer 1|