Empfindliche Niederlage für die Zweite in Ollheim

SG Ollheim/Straßfeld 3 – TSV Feytal 2 28-23 (Hz. 14-11)

Das war gar nicht gut – und natürlich hatten wir uns das Ganze anders vorstellt. Zwar wussten wir bereits vor dieser Begegnung, dass es nicht leicht sein würde in Heimerzheim die Punkte zu entführen, allerdings dachten wir keinesfalls daran so deutlich unter unserer Normalform zu bleiben. Vorab waren drei Spieler abgekündigt: Sascha, Uwe und Yannick würden fehlen, bei Kittes hatten wir noch die Hoffnung, dass er unseren Rückraum nach langer Zeit nochmals würde verstärken können. Angesichts der fehlenden Alternativen hätte uns das auch sicherlich gut zu Gesicht gestanden. Er wollte möglicherweise noch während der Partie eintreffen – leider wurde nichts daraus.

Im Gegensatz zum Hinspiel waren die Hausherren dieses Mal wieder durch zwei bekannt gute Rückraumschützen verstärkt und wie sehr uns das im Verlauf dieses Spiels zu schaffen machen würde, war bereits innerhalb der ersten Minuten klar zu erkennen. Nur wenige Angriffe brauchte es, uns in einen 4-Tore-Rückstand zu bringen und beinahe alle diese Tore wurden von den angesprochenen Werfern erzielt. Wir hatten vorab klar ausgegeben worauf es heute ankommen würde: gute, konzentrierte Deckungsarbeit mit viel Bewegung und eine gute Quote bei den Abschlüssen. Nichts davon konnten wir letztlich auch nur ansatzweise umsetzen.
Unsere Beinarbeit startete und blieb über die gesamten 60 Minuten äußerst träge – wir brachten es in keiner Phase zusammen uns ordentlich dem Ballfluss entsprechend seitlich zu bewegen, uns miteinander abzusprechen um so gemeinsam zu agieren. Alle Anstrengung blieb, wenn überhaupt zu sehen, Einzelkampf und somit Stückwerk.

Folglich gelang es den Schützen immer wieder, mit nur einer Finte den zugeordneten Abwehrspieler stehen zu lassen und danach alleine dem Torwart entgegen zu streben. Nie konnte eine zweite Kraft zur Unterstützung dazukommen, einfach, weil man die Abwehrreihe nie in Ballnähe verdichtet hatte. Dazu zunächst eine kaum nachvollziehbare Lethargie in unserem Angriffsspiel. Gleich 4! technische Fehler bzw. Ballverluste aufgrund von unkonzentriertem Hantieren brachten wir in diesen ersten Minuten zustande. Schlimmer war aber eigentlich noch, wie das Ganze quittiert wurde. Anstatt sich nun mit einem intensivierten Bemühen dagegen zu stemmen, war meist ein noch zögerlicheres Verhalten die Folge. Sogar wenn wir die Chance hatten Tore zu erzielen, scheiterten wir bei besten Gelegenheiten. Die erste Halbzeit ging so ohne echten Umschwung zu Ende und wir hatten uns zwar ein wenig gefangen, kamen aber auch nicht mehr näher heran (Hz. 14-11).

So sollte und konnte es nicht weitergehen wenn wir hier etwas mitnehmen wollten. Beides, Abwehr- und Angriffsleistung musste deutlich verbessert werden. Weitere Wechsel in unserer Aufstellung sollten uns aufwecken und endlich ein irgendwie funktionierendes Gebilde formen, aber es gelang keine stabile Verbesserung. Möglicherweise kann man erklärend auch einige Verletzungen anführen, die das Ganze für uns schwieriger machten. Um das vorab klarzustellen: wir wollen den Gastgebern keine Absicht unterstellen, es ergaben sich allerdings de fakto während der zweiten Halbzeit in kurzer Folge einige Aktionen, bei denen immer unsere Spieler minutenlang behandelt werden mussten, teilweise zunächst vom Feld gingen und anschließend nur noch gehandicapt weiterspielen konnten. Frank, unser Hüter, musste nach einem heftigem TGS-Zusammenprall im eigenen Torraum in der 35. Minute verletzt ausgewechselt werden und konnte nicht wieder auflaufen. Das war natürlich auch nicht gerade förderlich im Hinblick auf den Fluss und das Ordnen der Gedanken.

Letztlich ging es somit prinzipiell weiter wie seit dem Beginn. Ein paar kleinen ‚Ups‘, in denen wir die Chance hatten auf zwei Tore heran zu kommen, folgten mit schöner Regelmäßigkeit auch wieder ‚Downs‘, in denen wir sogar in Überzahl die besten Gelegenheiten ausließen uns wieder ins Geschehen zu bringen – eine absolut verdiente Niederlage war die Konsequenz. Das ist natürlich ohnehin schade wenn man die Tabellensituation betrachtet. Wenn man dann aber auch noch im Spiel gesehen hatte, wie sich unser Jüngster – Daniel – auf seiner Rechtsaussenposition gegen die Niederlage stemmte, ist es umso ärgerlicher, dass man ihn nach dieser Begegnung nicht den Matchwinner nennen konnte – er hätte es verdient gehabt. Denn mit einer absolut bemerkenswerten Leistung ließ er seinem einzigen Fehlwurf in der Anfangsphase anschließend 8 Tore ohne weitere Fahrkarte folgen. Ganz großes Kino heute – Kompliment! Alle anderen sind aufgerufen es ihm in den nächsten Partien nachzumachen. Vielleicht ist ja in dieser Liga – in der anscheinend keiner so richtig Meister werden will – immer noch was drin für uns. Mit so einer Leistung wie heute allerdings definitiv nicht… (Uwe)

Es spielten (Torschützen aus der Erinnerung – wird korrigiert sobald der Auswertungszettel verfügbar ist):
Constantin 1 (LA) – Daniel 8 (RA) – Frank (TW) – Gordon 1 (LA/KL) – Max 1 (RA/RM) – Olli 2 (RM/RR) – Patrik (TW) – Ralf 1 (RR) – Reinhold 1 (KL) – Simon 6/2 (RM/RR/RL) – Volker 2 (RL/RM)

TSV Feytal 2

TSV Feytal 2

TSV Feytal 2

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24.01.2016|Aktuelles, Männer 2|