Poppelsdorfer HV D TSV Feytal D 19: 7

Heute mussten wir beim Tabellenersten Poppelsdorf antreten. Krankheitsbedingt vielen einige Spieler aus, so dass wir mit neun Spielern (hiervon leider auch drei Spieler /innen angeschlagen) in Poppelsdorf angetreten sind. In diesem Fall machte sich die stark dezimierte Auswechselbank leider bemerkbar. Vor diesem Hintergrund und wenn man den Spielverlauf verfolgt hat, haben wir uns trotz des hohen Endergebnisses gegen uns und im Gegensatz zu unserem Gegner fair geschlagen. Hoch anzurechnen ist meiner Mannschaft das sie zu keiner Zeit aufgegeben hat – und wie heißt es doch so schön: man sieht sich immer zwei mal im Leben….

Aber von Anfang an:

Das Spiel begann eigentlich sehr gut für uns. Die ersten vier Minuten spielten beide Mannschaftern ausgeglichen, schenkten sich nichts und die Torhüter hielten auf beiden Seiten Ihren Kasten „sauber“. Um so schöner für uns, als wir in der vierten Minute das 0:1 warfen.

Bis zur 10. Minute war das Spiel immer noch auf beiden Seiten offen. Beim Stand von 3:2 nahm der Gegner eine Auszeit und ab da bahnte sich eigentlich schon an, was in der zweiten Halbzeit dann mehr als deutlich wurde.
Da wir bis zu diesem Zeitpunkt des Spieles gut mitgehalten haben fing der Gegner jetzt an zu unfairen Mitteln , wie das Ausnoggen des Kreisläufers durch einen gezielten Bauchschlag, zu greifen. Am Ende der ersten Halbzeit hieß es 7:4 und eigentlich, so dachten wir, war noch alles mehr oder weniger im grünen Bereich. Einzelne Fouls und „Nichtsehen“ des Schiris passiert im besten Handballspiel und somit kein Grund zur Beunruhigung. Wir wollten nach der Halbzeit versuchen beherzter in der Abwehr zu aggieren und im Angriff wieder Tore durch miteinander spielen herausholen.

Nach dem Wiederanpfiff kam dann aber alles ganz anders.

Angestachelt durch die exzessic trommelden „Eltern-fans“ kippte das Spiel immer mehr in eine Massenabschlachtung (Entschuldigung für diese Wortwahl, aber so haben wir es gesehen). Egal was unsere Spieler im Angriff oder in der Abwehr machten, es wurde mehr als einmal vom Gegner nachgekartet, indem z.B. eine sehr robuste Isabel, schon nach Pfiff des Schiris, vom Gegner einfach umgenietert wurde und dieser sie so im Gesicht traf das wir schon Angst hatten es wäre etwas mit den Zähnen passiert (dies ist leider kein Scherz). Bei weiteren Fouls gab es dann auch noch Freiwürfe für den Gegner als „Belohnung“. In der Abwehr traute sich keiner mehr wirklich den Gegner anzufassen und im Angriff lief entsprechend auch nichts mehr.

Durch dieses, in unsern Augen sehr unsportliche Verhalten, passierten im folgenden unendlich viele Fehler und wir liefen eigentlich nur noch dem Gegner und dem Ball hinterher. Zwischen der 25. und 38. Minute haben wir keinen einzigen ordentlichen Angriffl mehr auf das gegnerische Tor gespielt. In den lezten zwei Minuten gelangen uns dann zum Glück doch noch zwei schöne Tore. Hut ab vor meiner Mannschaft die sich – trotz oder gerade wegen diesem unfairen Verhaltens – zu keinem Zeitpunkt des Spieles auf das Niveau des Gegners herabgelassen hat.

Eine tolle Leistung zeigte Niklas im Tor, der heute wirklich ganz viel zu dem noch nach außen hin vertretbaren Ergebnis beigetragen hat. Gut gehalten! Aber auch allen Feldspielern gilt hier der Dank, die immer weiter gekämfpt und sich trotz der Aggressivität des Gegners zwar zum Teil einschüchtern aber nicht unterkriegen ließen.

Dies heute hatte rein gar nichts mit Handballspielen in der D-Jungend Kreisklasse zu tun. Es kann einfach nicht sein das eine Mannschaft den Gedanken des Jugend-Grundlagenhandballs so missachtet. Wir haben in dieser Saison schon einige Spiele verloren, aber es waren bis heute immer fair gespielte und für alle schön anzusehende Handballspiele gewesen. Wir werden diesen Gegener, auch um die Gesundheit unserer Kinder zu schützen, wahrscheinlich nicht in unsere Halle lassen. Diese zwei Punkte im Rückspiel schenke ich wirklich gerne und von Herzen! (Frauke)

Nicht aufgegeben haben heute: Isabel (4), Lilli, Aaron, Enrique, Lukas, Marvin, Niklas (TW), Ramon (1) und Tim (2)
Danke auch an Fabi und Rico für ihre Unterstützung auf der Bank