Ordentlich gespielt und trotzdem verloren …die 2te unterliegt in St. Augustin 27-20 (13-8)

Nach der ausgefallenen Partie am letzten Wochenende ging es diesmal gegen die HSG Niederpleis/St. Augustin 3. Erwartet wurde ein starker Gegner, hatten doch die Hausherren ihre erste Partie haushoch gewonnen und auch die zweite Begegnung mit klarem Abstand für sich entschieden.

Genau aus diesem Grund hatten wir eigentlich in der Woche das Vorhaben entwickelt, eine bestmögliche Besetzung ins Rennen zu schicken um nicht unnötig zu unterliegen. Klar war allerdings, dass unser ‚Abwehrchef‘ Reinhold fehlen würde – er war für dieses und das nächste Spiel schon länger abgekündigt, ausserdem fehlte Gordon krankheitsbedingt. Trotzdem waren wir guter Dinge auch ohne die beiden eine ordentliche Defensivleistung hinzubekommen. Schließlich stehen eigentlich noch weitere Spieler in unseren Reihen die auch körperlich kräftige und große Gegenspieler in Schach halten können – darauf wollten wir diese neu formierte Deckungsreihe aufbauen. Leider kam es dann aber doch nicht zu dieser Besetzung. Es gab Schlüsselspieler, die ihre Motivation gegen diesen Gegner aufzulaufen offensichtlich nicht auf den Vorabend der Partie erweitern konnten und in der Folge dem Team am Spieltag nicht zur Verfügung standen ;-( [Anm. d. Red: Das hat die zum Treffpunkt Angereisten etwas verwundert – vor allem, weil ansonsten die Einstellung bekannt tadellos ist und sogar ggf. mit Verletzung aufgelaufen wird wenn es unserer Truppe weiterhilft.] Nun, diese Kritik musste sein (weil: siehe unten Spielverlauf) aber damit soll dieses Thema auch beendet sein und wir hoffen, dass wir uns nicht als ‚TSV Hangover‘ am Ende über möglicherweise vermeidbare Verlustpunkte ärgern…

Beim Warmmachen fiel zunächst vor allem die große Mannschaftsstärke der Hausherren auf – der Spielberichtsbogen war komplett gefüllt und alles was da herumlief sah zumindest körperlich ordentlich trainiert aus. Unser Team, das erstmals in der Saison in der Liga auch durch Paetrick Tillmann verstärkt wurde, wollte die Gegner von Beginn an fordern und möglichst lange Widerstand leisten. Dadurch sollte es möglich gemacht werden, im Verlauf der Partie eigene Akzente zu setzen und schließlich Zählbares mit nach Hause zu entführen.

Leider konnten wir diesem Anspruch nicht ganz gerecht werden, denn vor allem in der Anfangsphase fanden wir noch nicht den Schlüssel zur erfolgreichen Gegenwehr. Zwei Dinge waren der Grund: einerseits waren die Angriffe der HSG gut organisiert – wirklich jeder einzelne Angriff war ‚gebunden‘ gespielt, d.h. ein festgelegter Angriffzug wurde abgespult. Zudem war es war nicht leicht zu lesen was passieren würde, weil es ein großes Repertoire von verschiedenen Abläufen gab. Und kamen wir doch einmal in den Zugriff, war es meist der Niederpleiser Halblinke der schließlich doch im Alleingang Tore erzielte oder Strafwürfe schinden konnte. Genau in dieser Position fehlte uns ein ähnlich kräftiger Spieler der diese Aktionen hätte unterbinden können – und das hätte an diesem Tag der Schlüssel sein können. So aber gelang es der HSG sich in den ersten zwanzig Minuten kontinuierlich abzusetzen. Daran konnten auch die häufig gelungenen Abschlüsse unseres Rückraums (Kompliment auch an Paetrick, der sich gleich mutig beteiligte) nichts ändern und es kam zum Halbzeitstand von 13-8 für die HSG Niederpleis/St. Augustin 3.

Nach der Pause bekamen wir alles besser in die Reihe: wir hatten häufiger Zugriff auf die Gegner und während wir uns in den ersten 30 Minuten auch noch schwer getan hatten, die häufig einseitigen Schiri-Entscheidungen zu akzeptieren, gelang auch das jetzt eher. Der Abstand blieb jetzt immerhin konstant und beide Teams punkteten im Wechsel. Etwa um die 45. Minute herum konnten wir sogar zu einem 3-Tore Rückstand aufschließen, der letzte Kick zum endgültigen Umschwung fehlte aber. Die weiterhin gute Abwehrarbeit aller kostete wohl soviel Kraft, dass gerade dann einige gute Gelegenheiten aus dem Rückraum Tore zu erzielen, nicht genutzt werden konnten. Unsere Tore resultierten nun vornehmlich über gute Anspiele an und gute Abschlüsse über den Kreis. Zeichneten sich vorher Kittes, Paetrick und Volker mit dem Hauptanteil der Treffer aus, war es in der Schlussphase häufig Daniel J. der punktete, während der Rückraum leider meist etwas ungenau und überhastet Chancen vergab. Näher heran kamen wir dadurch nicht mehr, auch, weil wiederum der genannte Halbe der HSG entscheidende Tore ablieferte. Es endete so mit dem insgesamt verdienten, aber etwas zu hoch ausgefallenem Heimsieg von 27-20. Für diese Niederlage muss man sich allerdings nicht schämen, denn alle Beteiligten – Erfahrene wie Neulinge – haben eine sehr ordentliche Leistung abgeliefert, die mit etwas mehr Glück auch besser belohnt hätte werden können. Wiederum sehr erfreulich: der gute Zusammenhalt des Teams auch in schwierigen Spielsituationen – schön, dass wir immer zusammen an einem Strick ziehen.

Wir freuen uns schon jetzt auf das Rückspiel, dann hoffentlich vollzählig und mit anderen Schiedsrichtern. So könnte vieles anders aussehen… (Uwe)

Daniel J. (RR/KL), Frank (TW), Joshi (KL), Julian E. (RA), Kittes (RR/RM), Max J. (LA), Olli (RR/RM/KL), Paetrick (RM/RL), Uwe (LA), Volker (RL)

21.09.2014|Aktuelles, Männer 2|