Niederlage gegen den HSV Bockeroth 2 – die Zweite lässt wieder Punkte liegen und verliert mit 28-22 (Hz. 12-11)

Unübersehbare Lücken im Kader ließen uns bereits vor dem Auswärtsspiel mit einem unguten Gefühl die weite Reise nach Oberpleis antreten. Aus unserem normalerweise gut gefüllten Personalreservoir fehlten Kittes, Leon, Simon, Uwe, Volker und Yannik. Kurz gesagt: vor allem, was unsere Rückraumpositionen anging, waren wir diesmal seeehr dünn besetzt. Hätten wir nicht noch Marvin’s Unterstützung erfahren – der normalerweise zum Kreis unserer 1. Mannschaft gehört, aber aktuell spielberechtigt für uns war – hätten wir wohl garnicht erst die Autos bestiegen. Und auch so hatten wir uns einiges Kopfzerbrechen gemacht, wie wir dieses Unterfangen angehen wollten.

Üblicherweise hat man nämlich in Bockeroth sehr robust spielende Mannschaften gegen sich, die, wenn man dort etwas mitnehmen will, vor allem mit körperlichem Einsatz und Cleverness bekämpft werden müssen. Das Ganze wird natürlich schwerer wenn man nur mit ‚kleiner Reisegruppe‘ unterwegs ist.

Zum Spiel: Anfangs lief es überraschend gut, wir gingen mit 4-0 aus unserer Sicht in Führung, ehe die Hausherren ihren ersten Treffer markieren konnten. Auch in der Folgezeit blieb unsere Spielweise zunächst konkurrenzfähig, allerdings war schon abzusehen, dass der gute Start nicht die wahren Verhältnisse wiedergespiegelt hatte. Schnell fing sich der HSV und setzte uns nun wesentlich stärker unter Druck – und das sowohl in Abwehr als auch im Angriff.

Schon zur Mitte der ersten Halbzeit war unser Anfangsvorsprung aufgezehrt und beim 9-9 war es vorbei mit der Herrlichkeit. Über 11-9 ging es – nun mit zunehmenden Schwierigkeiten für unseren Spielaufbau – bis zum Pausenstand von 12-11 für die Bockerother.

Wir bekamen es einfach nicht mehr besser hin. Vorne waren wir zu wenig durchschlagskräftig um die kompakt und wenig zimperlich agierende Deckung zu überwinden. Hinten bekamen wir die Hauptwerfer nicht mehr durchgehend gebändigt. Man hatte uns inzwischen gut ‚ausgeguckt‘, hatte sich eingestellt und wir fanden keine neuen Alternativen, sondern bemühten uns auf die stets gleiche Weise darum den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Es fehlte einfach die Entlastung, sowohl was die Möglichkeiten zur Erholung auf der Bank angeht, als auch die sonst gegebenen Varianten durch die unterschiedlichen Vorzüge der verschiedenen Spieler. Das würde ein schwerer Gang werden, soviel war da schon klar, wenn auch das Ergebnis zu diesem Zeitpunkt noch eng war.

Unser Spiel wurde nun immer weniger erfolgreich. Zwei Faktoren begründeten das in der Hauptsache: zum einen die schon angesprochene Schwäche, sich gegen die teilweise nicht mit korrekten Mitteln arbeitende Abwehr der Hausherren durchzusetzen. Zum anderen die Tatsache, dass wir es nicht verstanden haben, hinten in der eigenen Deckung die Gegner mit der gleichen Härte zu ‚beackern‘. Das muss man uns sicher ankreiden, wenn es darum geht zu analysieren, warum wir nicht gewinnen konnten oder die Partie zumindest knapper gestaltet zu haben. Die von den Schiedsrichtern ausgegebene Linie haben wir nicht im geringsten ausgereizt und wer gesehen hat, wie wenig selbstkontrolliert manche der gegnerischen Akteure auf dem Platz zu Werke gingen, muss uns fragen, warum wir nicht cleverer diesen Ansatz verfolgt haben. Selbst die Spieler, die uns eben in der Deckung ihre Ellbogen in die Rippen oder ins Gesicht gesetzt und danach auch noch mit Provoktionen bedacht hatten, wurden in unserer Abwehr nicht aggressiv angegangen, sondern meist laufen gelassen. Wir waren diesbezüglich definitiv zu brav und hätten unsere Gesamtchancen sicher verbessern können, wenn wir da anders – auch einmal ’schmutziger‘ agiert hätten. Damit ist definitiv kein brutales Einschreiten gemeint, aber eine Körpersprache die zeigt, dass wir uns bestimmte unsaubere Aktionen nicht gefallen lassen, hätte uns gut zu Gesicht gestanden. Anlass dazu hätten wir mehrfach gehabt.

So aber lief es immer deutlicher gegen uns und der Rückstand wuchs langsam, aber bis zum Abpiff kontinuierlich, an. Letztlich ist die Niederlage vielleicht etwas zu hoch ausgefallen wenn man den gesamten Spielverlauf betrachtet. Aber genau genommen interessiert das im Nachhinein eh keinen mehr – verloren ist verloren. Und Spaß gemacht hat das heute nur sehr begrenzt – ich glaube, dass wird jeder auf unserer Seite so sagen. Es ist allerdings auch kein Gegner dazu verpflichtet uns zu bespaßen. Das müssen wir schon selber übernehmen, scheinen genau das aber manchmal zu vergessen. Wenn wir also hätten gewinnen wollen, hätten wir es einfach nur besser machen müssen. Dazu wäre kein Zauberwerk nötig gewesen – nur ein konsequenteres Ausnützen unserer eigenen Möglichkeiten… (Uwe)

Es spielten (Torliste von Dennis – Danke!):
Daniel 2 (RA), Frank (TW), Gordon 1 (LA/KL), Marvin 1 (RM/RR), Max 3 (LA/RL), Olli 6/4 (RR/RM), Patrik (TW), Ralf 1 (RR/RM), Reinhold (KL), Sascha 8 (RL)

TSV Feytal 2

TSV Feytal 2

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14.11.2015|Aktuelles, Männer 2|