Letztlich ohne Chance gegen den aktuellen Spitzenreiter

TSV Feytal II – SG Ollheim/Straßfeld III 29-41 (Hz. 14-20)

Die Aufstellung zu diesem schwierigen Spiel gegen die aktuell führende Mannschaft der Liga war zumindest einmal wesentlich entspannter als zuletzt häufiger erfahren. Zwar fehlten wiederum einige Akteure des Kaders (Kittes, Steve, Uwe, Volker und Yannick), weil aber unsere beiden inzwischen zum Kader dazu gestoßenen Doppelspielrechtler Fabian und Kai dabei waren und darüber hinaus auch die freigespielten Marco und Nico aus dem Kader der Ersten uns unterstützten, hatten wir endlich einmal Alternativen auf der Bank.

Das allerdings war auch absolut nötig, denn unser Gast – die uns sehr gut bekannte SGO3 – spielt derzeit offenbar auf einem guten Niveau. Nur zwei Gegenpunkte aus den bisherigen Partien der Liga sprachen eine deutliche Sprache. Immer muss man gegen die Teams der SGO damit rechnen auf erfahrenes, auch ehemals in höheren Ligen geschultes Personal zu treffen. Während es aber noch im Hinspiel bis in die Schlußphase sehr knapp zuging und wir letztlich in Heimerzheim an der besonderen Qualität eines einzelnen Spielers scheiterten, war diesmal das Gastteam noch breiter aufgestellt und zeigte sich von Beginn an auch sehr entschlossen und gut organisiert.

Unsere erste Aufstellung wusste sich allerdings zunächst gut zu verkaufen. Ruhig, abgeklärt und gut zusammenarbeitend stand das Team den ersten Angriffen der Ollheimer entgegen, konnte so die Schüsse entweder bereits im Aufbau verhindern oder zumindest häufig das was auf das Tor kam entschärfen.

Auch die Abläufe im eigenen Angriff wirkten ‚aufgeräumt‘. Wie so oft zeigte sich, dass wir am besten spielen, wenn wir garnicht erst versuchen aus dem Positionsspiel heraus schnell in den Abschluss zu kommen. Es mag Mannschaften geben die sich über schnelle, dynamische Aktionen Vorteile verschaffen können – wir können das sicherlich nicht. Wir brauchen vielmehr den Aufbau über einige Stationen. Wir müssen den Gegner bewegen, um uns so Lücken in den Deckungsreihen zu erarbeiten.

Bis zur Mitte der Halbzeit konnte man durch diese von uns praktizierte Spielweise erfreulicherweise kaum einen Qualitätsunterschied beider Teams ausmachen. Es ist ja auch nicht unbedingt sofort erklärbar warum wir in dieser Saison so schlecht spielen. In der letzten Spielzeit noch waren wir bis zum Schluss der Liga im Kampf um den Aufstieg unterwegs und waren nur knapp gescheitert – dieser Tage aber ist alles was wir handballerisch anbieten können nur äußerst dürftig. Natürlich haben wir bisher größte Probleme überhaupt jeweils spielfähige Teams auf den Platz zu stellen weil immer wieder Personal fehlt, allerdings läuft auch nicht allzu viel zusammen wenn einmal die oftmals so bewährte Belegschaft zusammen spielt. Meist fehlt offenbar sowohl die Geduld als auch die Kondition um die Partien komplett in dieser Weise durchzuhalten.

Und auch heute erlebten wir wieder die zuletzt so häufig gesehenen Phasen der Spielentwicklung: zu Beginn halten wir zumindest mit, können gegen manche Gegner auch einige Akzente setzen, lassen aber spätestens in den Minuten vor der Pause nach, um dann im verbleibenden Rest weiter abzufallen. Offensichtlich kommt dieses Nachlassen gegen starke Gegner früher zustande – gegen die Gäste aus Ollheim hatten wir dementsprechend schon den Anschluss verloren als nach dreissig Minuten der Halbzeitpfiff erfolgte. Der Pausenstand von 14-20 zeigte dabei schon früh auf, dass es auch diesmal nichts mit Punkterfolgen werden dürfte.

Ganz deutlich war bereits zu sehen, wie inzwischen die Torquoten beider Kontrahenden auseinander drifteten. Mit beinahe jeder Angriffsaktion kamen die Spieler der SGO3 zum Erfolg, während wir immer häufiger auch gute Chancen liegen ließen. Diese Entwicklung schlug sich leider auch sichtbar in der Körpersprache unserer Spieler nieder. Die Enttäuschung über die erneute sich abzeichnende Niederlage nahm vor allem in der Deckungsarbeit einigen Elan aus unserem Team und so reichte es den Gästen bald schon, nur einen Deckungsspieler unserer Abwehrreihe auszuspielen, um anschließend alleine auf das Tor zugehen zu können. Unterstützung untereinander fand praktisch nicht mehr statt, der Schlusspfiff wurde schon früh herbeigesehnt.

Insgesamt eine Niederlage die auch bei besserer Form unsererseits hätte passieren können. Schließlich sind die Ollheimer derzeit mit einer wirklich guten Mischung aus Routiniers und frischen Spielern unterwegs und spielen ein sehr konzentriertes und abgeklärtes Handball. Schade ist nur, dass wir nicht wie sonst üblich ernsthaft dagegen halten konnten. Die Tordifferenz von 12 Treffern auf den Sieger zum Schluss ist somit bedauerlich aber nicht unverdient – wir müssen es einfach demnächst wieder besser machen und uns wieder an unsere eigentlichen Fertigkeiten herantasten. (Uwe)

Es spielten (keine Torschützen):
Fabian – Gordon – Josh – Kai – Marco – Max – Nico – Olli – Patrik – Reinhold – Sascha – Simon

20.12.2016|Aktuelles, Männer 2|