Kein schlechtes Spiel der Zweiten – trotzdem reicht es nicht für Punkte

SG Ollheim/Straßfeld 3 – TSV Feytal 2 Endergebnis 34-30 (Hz. 19-18)

Zur Saisoneinleitung ging es für uns gleich auf die Reise – mit dem Spielort Heimerzheim konnten wir allerdings beinahe schon von einem ‚Lokalderby‘ sprechen. Denn wenn man sich die diesjährige Zusammensetzung der 2. Kreisklasse anschaut, stellt man erstaunt fest, dass das Einzugsgebiet dieser ‚Thekenliga‘ mittlerweile in der Flächenausdehnung beinahe dem entspricht, was früher einmal eine Landesliga war – keine gute Entwicklung!

Für uns waren die Voraussetzungen für dieses Spiel eher dürftig: gleich mehrere Spieler unseres letztjährig noch recht breiten Kaders hatten zur neuen Saison die Fahne eingerollt und stehen uns in der Zukunft nicht mehr zur Verfügung. Aus verschiedenen Gründen werden also Constantin Bober (LA), Daniel Marx (RA), Frank Müller (TW), Leon Müller (RM) und Ralf Schreiber (RR/RM) nicht mehr für uns auflaufen. Das ist unter mehreren Aspekten betrachtet schade: denn wir sind dadurch nicht nur in der Quantität und Qualität beschnitten, sondern es hatten auch alle charakterlich gut in das Team gepasst. Danke nochmal und viel Erfolg bei euren neuen Vorhaben!

Neben diesen Abgängen mussten wir zusätzlich noch weitere Kameraden ersetzen – allerdings nur für einzelne Spieltage jetzt zu Beginn der Saison. So fehlten diesmal Olli, Reinhold und Yannick aufgrund persönlicher Terminplanungen. Somit war klar: ohne weitere Unterstützung wären wir mit nur 7 Spielern zur Auswärtspartie angetreten und eine ziemlich riskante Partie hätte uns bevorgestanden. Schließlich ist es beinahe üblich, dass nicht alle Spieler auch verletzungsfrei bis zum Ende durchspielen können.

Glücklicherweise hatten aber gleich mehrere Spieler unserer Ersten Lust darauf, sich für ihr Saisonauftaktspiel – in der gleichen Halle – am folgenden Tag – einzuspielen und so verstärkten Marco (RM), Julian (RA) und Rüd (TW) unseren Kader. Ein weiterer ‚Neuer‘ kam noch hinzu – denn Steve (Göricke) hat den Weg zu seinem Heimatverein zurückgefunden und wird uns in dieser Saison in der Zweiten unterstützen. Damit sind auch zunächst einmal alle Personalbewegungen für diese Spielzeit erklärt.

Mit der SGO3 stellten wir uns auf einen Gegner ein, der uns wohl bekannt ist und mit dem es eigentlich stets gutklassige, enge Begegnungen gibt. Immer wieder trifft man – vor allem IN Heimerzheim – auf eine starke gegnerische Besetzung mit meist drei bis vier überdurchschnittlichen Akteuren, die auch häufig über einige Erfahrung in höherklassigen Teams verfügen.

Die Partie selbst spiegelte dann genau das wieder was wir üblicherweise kennen. Beide Mannschaften bewegen sich auf ähnlichem Leistungsniveau und so ergab sich von Beginn an ein ausgeglichenes Spiel, das zumindest nach unserer Einschätzung auch für die Zuschauer in der Halle unterhaltsam und ansehnlich gewesen sein dürfte. Wir erwischten wohl den besseren Start und lagen nach ein paar Minuten mit 4-2 in Front. Dabei kam uns vor allem zugute, dass wir die relativ offene Deckung der Hausherren anfangs gut ‚lesen‘ konnten und über unseren beweglichen Kreisläufer Gordon etliche einfache Tore erzielten.
Der kleine Vorsprung war zwar danach ebenso schnell wieder aufgebraucht, aber wir schafften es nochmals uns etwas abzusetzen – die Führung von 11-7 war dabei der Höhepunkt. In dieser Phase konnten sich vor allem unsere Rückraumschützen Volker, Sascha, Simon und Kittes auszeichnen, die Abschlüsse waren recht präzise und die Schussauswahl selbst war meist gelungen.

Leider hielt dieser Trend nicht lange an und zum Ende der ersten Halbzeit verfielen wir in Unkonzentriertheiten. Zu oft wurde nun zu schnell der Weg zum direkten Tor gesucht und auch die Anspiele an den Kreis fanden nur noch selten einen Abnehmer, einfach, weil alles ohne Vorbereitung der eigentlichen Aktion versucht wurde. So kam es zum Ausgleich durch die SGO3 und wegen einer nicht gut ausgespielten Angriffsaktion unsererseits unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff, gelang den Hausherren sogar die Führung mit 19-18.

Kein Beinbruch zwar – jedoch machten wir uns in der Pausenbesprechung klar, dass es nur über eine wiederhergestellte Ordnung funktionieren würde hier Punkte einzufahren. Also sollte der Ball wieder über mehr Stationen geführt werden als das in den letzten Spielzügen passiert war. Und auch die Schussvorbereitung musste wieder besser eingeleitet werden, ansonsten musste man damit rechnen, dass die Ollheimer noch besser ins Spiel kommen würden.

In der Realität aber gelang uns dieses Vorhaben nicht. Schon in den nächsten Minuten zeigte sich, dass wir bei unseren eigenen Angriffen nun eher noch hektischer mit unseren Möglichkeiten umgingen. Und im Gegenzug profitierten die Gastgeber zunehmend von der Angriffsqualität eines einzelnen Spielers, den leider niemand von uns in den Griff bekam. Offenbar genossen an diesem Tag auch die Hausherren Unterstützung aus den höherklassigen Teams ihres Vereins, denn wir kennen diesen sehr guten Spieler eigentlich aus seinen Einsätzen in höheren Ligen. Sei’s drum – alles ist absolut korrekt und deshalb gibt es keinen Grund sich darüber zu beschweren. Fakt ist allerdings, dass uns vor allem anderen seine Tore und auch die durch ihn erzeugten Freiräume für die anderen Spieler der SGO3 letztlich den Umschwung unmöglich gemacht haben. Es waren zuviele leicht erzielte Gegentore als das wir noch genügend oft vorne durch eigene Treffer hätten den Anschluss halten können bzw. das wir in der Schlussphase nochmals hätten vorbeikommen können. Es gelang uns nicht mehr, näher als auf 2-3 Tore Rückstand heranzukommen und als schließlich der Schlusspfiff kam, war der Endstand von 34-30 für die SGO3 ein ziemlich korrektes Abbild der heutigen Gesamtverhältnisse.

Sicherlich trotzdem kein schlechter Einstieg in die Saison 2016/2017, denn wenn man bedenkt, dass es im Prinzip erst das zweite Mal war das wir für diese Spielzeit den Ball in die Hand genommen haben, gingen einige Dinge schon ganz geschmeidig ab.

Vermutlich nicht alle Gegner haben die Qualität der Ollheimer Truppe und angesichts unserer Zielsetzung, einfach nur ein bisschen Spaß in dieser Liga zu haben ohne auf höhere Plätze zu schielen, sollte das wohl machbar sein. (Uwe)

Es spielten:
Gordon 6 (KL/LA), Julian (RA), Kittes 2 (RR), Marco 5 (RM), Max (RA), Patrik (TW), Rüd (TW), Sascha 5 (RL/RM), Simon 10/3 (RM/RR), Steve (RA/LA), Uwe (LA), Volker 2 (RL)

11.09.2016|Aktuelles, Männer 2|