Herzlichen Dank Hans Muff – der Heimnimbus ist futsch :-(

…die 2te verliert trotz Aufbäumens gegen die SGO 3 mit 23:26 (Hz. 10:13)

Eine lange Pause, in der unser Kader beinahe gar keine Gelegenheit zur Trainingsarbeit bekam, bildete den Zwischenraum seit der letzten Begegnung. Da wir zum einen keine eigene Übungszeit mehr im TSV Hallenplan haben und zum anderen auch einige Spieler durch Krankheit, Verletzung oder Urlaub in den letzten Wochen nicht zur Verfügung standen, gestaltete sich die Vorbereitung auf diese Partie nur sehr unzureichend.

Waren heute auch beinahe alle Spieler unseres Kaders beisammen (Daniel fehlte zunächst, weil er als Coach der wC Jugend noch auswärts unterwegs war), war vorab zu vermuten, dass zumindest Sand im Getriebe spürbar sein würde. So lange ohne Ball in der Hand zu sein konnte nicht förderlich sein wenn es um die spielerische Qualität eines Handballteams geht.

Die erste Aufstellung kam dann auch gar nicht ins Spiel. Nach ein paar erfolglosen Aktionen auf beiden Seiten fand der Gast aus Ollheim zuerst den Faden, ging in Führung und das 2:4 nach einigen Spielminuten gab die Situation treffend wieder. Ohne Druck in unseren Angriffsaktionen aufzubauen, hatten wir zwar schon oft auf das Tor des Gegners geworfen aber noch nichts zustande gebracht was wirklich wie Handball ausgesehen hätte. Vielleicht war es die kurze Deckung gegen unsere Linksaussen die unseren Rückraum aus der Ruhe brachte. Zumindest verhinderte dies die gewohnten Abläufe mit dem Anstoßen und Abräumen von links nach rechts – was in der Folge immer wieder dazu führte, dass unsere Schützen sich veranlasst sahen, schon nach einem oder maximal zwei einleitenden Pässen den Abschluss zu suchen – mit bescheidenem Erfolg. Zwar kamen die Würfe meist noch durch oder über die Abwehr, sie verfehlten allerdings das Tor oder wurden Beute des routinierten Keepers. Wobei dann hier offenkundig die mangelnde Praxis der letzten Wochen zur Wirkung kam. Kurzum: Die Trefferquote in dieser Phase war einfach schlecht – mehr Fehleranalyse muss man im Nachhinein garnicht betreiben wenn man über unseren Angriff spricht.

Trotzdem wären wir weiterhin konkurrenzfähig und ordentlich in der Partie geblieben, wenn wir nicht gleichzeitig zu wenig engagiert in der Deckung zur Sache gegangen wären. Zwar muss man konstatieren, dass die Ollheimer durchaus gute und durchschlagskräftige Rückraumschützen auf der Platte hatten, trotzdem wäre es keinesfalls unmöglich gewesen alles besser im Griff zu halten. Heute waren wir allerdings nicht in der Lage dazu. Unsere 5-1 Formation scheiterte kläglich, vor allem, weil wir keine Abstimmung zwischen unserem vorgezogenen ‚Indianer‘ und den 5 auf der Kreislinie agierenden Spieler hinbekamen. Resultat war, dass die Ollheimer meist ohne große Gegenwehr unsere Spitze überwinden und danach quasi frei auf das Tor zulaufen konnten, weil die dahinter postierten Spieler in dem Sekundenbruchteil der ihnen noch zur Reaktion blieb, nicht mehr umschalten konnten – sie deckten noch wie abgezählt ihren eigenen Gegenspieler. Und schaffte es doch mal einer sich rechtzeitig umzuorientieren, war zwangsläufig ein nächster Spieler freigespielt – so ging das viel zu häufig (Pausenstand 10:13).

Nach der Pause versuchten wir es dementsprechend mal anders. Eine offensiv gestaltete 6-0 Deckung sollte das Manko in dieser Hinsicht ausmerzen – weil aber auch die in keinster Weise so umgesetzt wurde wie wir uns das ausgedacht hatten, kamen wir nun erst recht unter die Räder.Wiederum blieb unsere Beinarbeit stark eingeschränkt. Es wäre erforderlich gewesen die Rückraumschützen sofort anzulaufen und ihnen schon in der Freiwurfzone den Zahn zu ziehen – wir aber ließen sie in den allermeisten Szenen bis auf 7m heranlaufen ehe wir überhaupt eingriffen. So zogen die Gäste plötzlich auf und davon und wir gerieten mit 12:20 ins Hintertreffen – damit war die Sache eigentlich gelaufen.

Dann aber endlich eine Reaktion unsererseits. Verärgert über unsere eigenen Fehler und einige Schirientscheidungen die aus unserer Sicht anders hätten ausfallen müssen, gingen wir nun konsequenter in der Deckung zu Werke. Ausserdem tauschten wir nochmals die Besetzung und zuletzt (etwa 40. Minute) stieß auch endlich noch Daniel zum Team dazu und brachte auf der Mittelposition mit seiner Dynamik einen wesentlich besseren Zug zum Tor. Aufgerüttelt durch diese neue Situation lief es jetzt besser und es war spürbar, dass wir uns definitiv nicht kampflos geschlagen geben wollten. Da hat das Team Charakter gezeigt und es zeigte auch Wirkung bei den Ollheimern – ihre Abschlüsse wurden wesentlich seltener und schlechter. Wir holten auf, Tor um Tor, bis zum 21-23. Dann verließ uns das Glück allerdings leider wieder sehr konsequent und in den verbleibenden Minuten kamen wir nicht mehr näher heran. Die Erkenntnis: nächste Woche müssen wir besser vorbereitet für eine angenehme Adventzeit sorgen… (Uwe)

Spieler und Tore (Danke Claudia)
Daniel 5/1 (RM) – Frank (TW) – Gordon (LA) – Joschi (KL) – Julian (RA) – Kittes 3 (RR) – Max 2 (RA) – Olli 2/1 (RM, RR) – Patrik (TW) – Reinhold 1 (KL) – Sascha 5 (RM, RL) – Tino (LA) – Uwe 2/2 (LA) – Volker 3 (RL)

TSV Feytal 2

TSV Feytal 2

TSV Feytal 2

cc_by_nc_fm
 

 

07.12.2014|Aktuelles, Männer 2|