Finale o-oh – Finale o-o-o-oh

Das letzte Spiel der Saison 2014/15 endet unentschieden: SG Ollheim-Straßfeld 3 – TSV Feytal 2 29-29 (Hz. 16-15)

Schon mit der zwölften Begegnung ist in dieser Spielzeit die aktive Phase vorbei. Weil bereits mit dem Beginn der Runde gleich drei Mannschaften die Segel streichen mussten, war diesmal das Rückspiel gegen die SGO3, den sechsten Gegner in der Liga, das Finale. Nun, eigentlich ging es ja um nichts mehr ausser Spaß zu haben, trotzdem geht man tunlichst mit gesteckten Zielen in sportliche Vergleiche. Was gab es also noch zu tun?

Wir konnten vor der Partie weder auf- noch absteigen: als Tabellendritter waren wir nicht zum Aufstieg berechtigt – die Aufsteiger standen mit der HSG Niederpleis/St. Augustin 3 und Bad Honnef 1 bereits fest. Absteiger gibt es bei der aktuellen Konstellation mit so wenigen Teams in der 2. Kreisklasse wahrscheinlich ohnehin keine und mit den hinteren Plätzen hatten wir auch schon länger nichts mehr zu tun. Als Aufsteiger in die Klasse hatten wir es sogar geschafft, dass wir uns schon frühzeitig eher an den oberen Rängen orientieren konnten. Kurzum – ein Ziel stand schonmal: den dritten Tabellenplatz zu verteidigen. Was taugte noch als Ansporn? Bis auf die unangefochtene HSG hatte bis dato keine der gegnerischen Mannschaften beide Spiele gegen uns gewinnen können, die SGO3 allerdings das Hinspiel – also nächster Punkt: die Revanche schaffen und auswärts gewinnen! Die Vorzeichen dazu standen ordentlich: vom Gesamtkader fehlten die verletzten Kittes und Leon und der erkrankte Reinhold, dazu auch noch Joshi und Ralf – alle aber nur aus Chronistenpflicht genannt – denn das was wir aufbieten konnten war eine sehr gute Besetzung. Alle Positionen gut waren ausgestattet und alle mit Alternativen abgesichert.

Dementsprechend eingestellt wollten wir den Ollheimern das Leben in der eigenen Halle schwer machen. Leider hatten wir uns im Vorfeld nicht mehr daran erinnert, dass man auf Seiten der Hausherren stets mit einer kurzen Deckung gegen unsere Linksaussenposition den Spielfluss behindern will und weil wir keine Vorkehrungen getroffen hatten, gelang das auch zunächst. Nur schwer kamen wir in Gang und das was dabei heraus kam war im Ergebnis nur dürftig. Die Ollheimer gingen in Führung und sie behielten sie über die gesamte Halbzeit. Hinten hatten wir unsere Probleme vor allem mit den beiden Rückraum-Halben. Diese Jungs waren zwar nicht besonders beweglich oder technisch versiert, trotzdem schlugen ihre Würfe immer wieder in unserem Tor ein. Unsere diesmal sehr unflexible Deckung schaffte es einfach nicht ihrer Herr zu werden. Der Grund war relativ einfach erkennbar: weil wir uns (wenn überhaupt) nur seitwärts bewegten, kamen alle Schüsse aus der Zone bei 7-8m Entfernung – ein absoluter Horror für unserer Hüter. Vor allem bei den vielen Freiwürfen war es absolut unfassbar, wie ungeschickt wir gegen diese Hauptschützen agierten – jeder Wurf ein Treffer – und das bei einem Mittelblock unsererseits von zeitweise drei Spielern mit mindestens 1.95m Körperhöhe! Da kann man nur konstatieren, dass wir nicht gut gearbeitet haben.

Auch im Angriff kam durch die oben genannte taktische Maßnahme bei uns kein wirklicher Spielfluß zustande. Tore fielen lediglich durch die insgesamt zufriedenstellende Ausbeute unserer Rückraumschützen Sascha, Volker und später auch Paetrick bei Einzelaktionen. So blieben wir immerhin in Reichweite. Der Rückstand war nie höher als 3 Tore und ein Zwischenspurt bis zur Pause brachte uns sogar wieder in direkte Schlagweite. Angesprochen wurde, entsprechend der bis dahin erkannten Mängel, vor allem unsere verbesserungsfähige Abwehrarbeit. Würde die Deckung stabilisiert, würden wir gewinnen, dessen waren wir uns sicher.

Die Erkenntnis war vorhanden – die Behebung der Missstände aber funktionierte weiterhin nicht. Auch die zweite Halbzeit folgte über weite Strecken dem altbekannten Muster, weil wir es auch weiterhin nicht durchgehend schafften, die beiden Hauptschützen unter Kontrolle zu bringen. Trotzdem gab es nun kleine Zwischenerfolge. Wir hatten zeitweise auf eine 5:1 Formation umgestellt und dem aufmerksamen Paetrick gelang es mehrfach, auf der Indianerposition den Angreifern die Bälle zu ‚klauen‘. Nicht jeder der damit eingeleiteten Angriffe konnte mit einem Torerfolg abgeschlossen werden, aber auf diese Weise und kombiniert mit einer nun insgesamt entschlosseneren Spielweise kamen wir kontinuierlich wieder näher heran und mit weiterer Spieldauer schließlich sogar an den Gastgebern vorbei. Kurz vor dem Ende der Begegnung hatten wir nun sogar unser ursprüngliches Ziel greifbar vor Augen. Ganz geschafft haben wir es dann allerdings doch nicht. Vielleicht hatte der Zermürbungskampf zuviel Konzentration gekostet. Jedenfalls erlaubten wir uns noch eine Unaufmerksamkeit – als wir ohne Bedrängnis im eigenen Ballbesitz einen Einwurf verschuldeten und in den letzten Minuten auch noch einen Siebenmeter-Strafwurf nicht auszutzen konnten. Wir wären mit zwei Toren in Führung gegangen und das hätte mit großer Sicherheit den Sieg bedeutet. So stand es 30 Sekunden vor Schluss unentschieden und wir waren in Ballbesitz. Mit einem letzten Team-Timeout sprachen wir uns ab unbedingt den einen Punkt zu sichern und dementsprechend bis in die letzten Sekunden abzuwarten, um dann noch eine gute Schussaktion zu suchen. Das gelang aber nicht mehr – Endergebnis 29-29 (was wahrscheinlich insgesamt gesehen auch das gerechte Endergebnis für beide Teams darstellt).

Keine vollständig befriedigende Partie aber doch ordentlich und wegen der gezeigten Moral sehr geeignet als Saisonabschluss. Zum Einen bleiben ganz klare Wünsche offen für die nächste Spielzeit, andererseits haben wir aber auch noch ein paar Dinge im Köcher. Und sollten wir demnächst wieder eine Trainingszeit haben, kann man von dieser Truppe auch noch ein wenig mehr erwarten. Abwarten müssen wir allerdings nicht nur die Entwicklung in diesem Punkt, sondern auch die möglichen Veränderungen innerhalb der Besetzung. Noch nicht klar in allen einzelnen Positionen, wissen wir aber sicher, dass es Änderungen geben wird.
Besonders schade ist dabei, das wir nach augenblicklicher Lage mit Daniel einen unserer besten Handballer verlieren werden. Einen so beweglichen und schnellen Mittelspieler wie ihn werden wir sicher so schnell nicht wieder ins Team bekommen. Und das er zudem ein überaus netter Kerl ist, der einfach hervorragend in unsere gemischte Riege passte, macht es umso bedauernswerter. In seiner neuen Heimat wünschen wir ihm jedenfalls alles Gute, viel Glück und Erfolg.

Neuzugänge können wir aktuell noch keine erahnen, erst recht nicht vermelden. So gehen wir z.B. nicht davon aus Abgänge aus der Ersten aufnehmen zu können. Eher ist es so, dass Aspiranten aus unserem Kreis noch Anschluss an unsere höherklassige Mannschaft bekommen könnten – die Möglichkeit haben mehrere Spieler. Schau’n wir mal was die Zwischenzeit bringt. Im Herbst geht es wieder an den Start – hoffentlich auch wieder mit dem Zuspruch all unserer treuen ‚Follower‘. Bis dahin – alles Gute! (Uwe)

Es haben gespielt (Torliste von Claudia):
Daniel Janssen 4-2 (RA/RM/LA), Frank Müller (TW), Gordon Ehlen 3 (KL), Julian Eichen (RA), Max Junker (LA), Olli Zdralek 4-1, Paetrick Tillmann 5 (RR/RM), Patrik Schmitz (TW), Sascha Albers 9 (RM/RL), Uwe Kolvenbach (LA), Volker Tillmann 4 (RL)

Heute nicht dabei aber im Kader der Saison:
Christoph (Kittes) Dasburg, Joshi Weerts, Leon Müller, Ralf Schreiber, Reinhold Effmert – sollte ich jemanden nicht aufgelistet haben – Entschuldigung bitte!

TSV Feytal 2

TSV Feytal 2

TSV Feytal 2

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