Es sollte ein Spiel auf Augenhöhe werden…

…doch das wussten wir im Vorhinein nicht. Wir reisten personell unterbesetzt an und rechneten uns keine Chancen aus. So gingen wir mit dem Ziel, uns nicht abschießen zu lassen in die erste Halbzeit. Eine gute Abwehrleistung gegen die körperlich starken Euenheimerinnen stand im Vordergrund.

So war es kaum zu glauben, dass wir innerhalb der ersten Minute mit 2:0 in Führung gingen. Auch die Gegnerinnen waren überrascht und wussten zunächst kein Pack-An an unseren Rückraum zu finden. Das war unser Glück. Hinzu kam eine starke geschlossene Abwehrleistung. So konnten wir nach einer guten Viertelstunde eine 6:1-Führung verzeichnen. Nun hieß es den Vorsprung in die Halbzeitpause zu bringen. Doch Euenheim kam immer besser ins Spiel. Wir wurden zudem unkonzentrierter, sodass es schwierig wurde Räume zu öffnen. Wir schafften es nicht weitere Tore zu erzielen. In der Defensive waren wir oftmals einen Schritt zu spät am Gegner, weshalb die sich Gegnerinnen durch unsere Reihen kämpfen konnten und zudem zwei 7-Meter dankend mitnahmen. Letztendlich gingen wir unzufrieden mit einem 6:7-Rückstand in die Pause. Da war mehr drin!

So hieß das Ziel der zweiten Hälfte: Dranbleiben und wiedererwarten Punkte mit nach Hause nehmen! Leichter gesagt als getan. Wir fielen zurück in unser hektisches, unkonzentriertes Spiel und mussten somit erneute Treffer kassieren. Auch brachten wir kaum noch Spielzüge zustande, was hauptsächlich daran lag, dass wir personell auf eine Mitte verzichten mussten. Unser Tiefpunkt war nach weiteren 10 Minuten erreicht. Der Anschluss rückte immer weiter weg, es stand 8:13.

Doch dann wurde es noch einmal spannend: Wir sammelten uns und gingen das Ganze ruhiger an. Es galt, wie in der Anfangsphase, hinten kompakt zu rücken und anzupacken und vorne einfache Tore zu erzielen. Wir setzten um, was man von uns verlangte und kamen zur 50. Minute an ein 13:15 heran.

Wir hatten nichts zu verlieren, somit spielten wir hinten offensiver, um vorne die nötigen Treffer erzielen zu können. Doch fehlten uns leider die Kraft und ein Quäntchen Glück beim Abschluss. Die Euenheimerinnen nutzten diese Situation, sodass wir uns mit einem Endstand von 14:17 zufrieden geben mussten. Doch das war weit mehr, als das, womit wir anfangs rechneten. Mit einem positiven Gefühl verließen wir die Halle und freuen uns auf das Rückspiel vor heimischem Publikum. Ein großer Dank geht an Sanja, die trotz Erkältung mitspielte und wichtige Tore erzielte. Und an Julia, unsere Torhüterin, die so einige starke Würfe parierte und uns im Spiel behielt. (Viktoria)

Aufstellung: Julia, Kati, Nina, Sanja (2), Scarlett (5), Ka (4), Hannah, Eileen, Lena (3)

06.12.2015|Aktuelles, Frauen|