Es bleibt vorerst bei Null Punkten auf der Habenseite – die TSV 2te verliert auch in Meckenheim

SV Rot-Weiss Merl II – TSV Feytal II 24:14 (Hz. 11-10)

Es war im Vorlauf zur Partie so wie es sich zur Zeit eigentlich immer darstellt: zum Spieltag lag eine Woche hinter den Teamverantwortlichen, in denen praktisch bis zur letzten Minute versucht wurde, überhaupt eine spielfähige Gruppe auf das Spielfeld zu bekommen. Neben einigen wegen Verletzung oder Erkrankung verhinderten Spielern, fehlten auch noch mehrere Akteure wegen privater Termine, womit unserem kleinen Kader eigentlich schon eine Absage dieses Spieles bevorstand. Gordon, Kittes, Sascha, Simon, Volker und Yannick waren nicht dabei. Die Kenner unserer Mannschaft sehen sofort, dass danach restlos alle unsere größer gewachsenen Rückraumspieler fehlten. Somit war es letztlich nur der Zusage von Ludger Theis zu verdanken, dass wir nicht tatsächlich passen mussten. Er hatte sich bereit erklärt, nach seinem Comeback-Spiel in der ersten Mannschaft (zuvor am gleichen Ort) auch noch bei uns auszuhelfen. Vielen Dank nochmal dafür Ludger, dein Einsatz war trotz des Endergebnisses sehr wertvoll für unser Team!

Unter diesen Voraussetzungen konnte es nur darum gehen dieses Spiel halbwegs ordentlich über die Bühne zu bringen. Selbst wenn der Gegner bisher auch nur einen Sieg in der Saison für sich erarbeiten konnte, mussten wir davon ausgehen, dass es ohne ‚gelernte‘ und körperlich größere Rückraumspieler auf den Halbpositionen sehr schwer sein dürfte zu Torerfolgen und endlich zu Punkten zu kommen. Dies erst recht wenn man weiß, dass wir uns nicht in einem Trainingszustand befinden der uns mit eingeübten Spielzügen oder sonstigen Abläufen durch eine Abwehr hindurch zu leichten Toren bringen könnte.

Unsere permanente Aufstellung für 60 Minuten: Uwe (LA) – Ludger (RL) – Olli (RM) – Max (RR) – Steve (RA) – Reinhold (KL) mit Patrik im Tor.

Die erste Führung erzielten die Hausherren. Danach passierte einige Zeit lang nichts zählbares auf beiden Seiten, bis auch die beiden nächsten Tore für die Rot-Weissen die Mienen der zugehörigen Verantwortlichen entspannen ließen. Eigentlich war bis dahin aber noch nichts passiert was uns hätte besorgen müssen. Wir konnten – auch in dieser Besetzung – offenbar auf Augenhöhe mitspielen, zumindest wenn wir unsere Möglichkeiten mit Cleverness ausspielen würden und solange die Kräfte nicht ausgingen.
Der Beweis gelang dann auch recht schnell, denn schon in den folgenden Minuten erzielten wir durch konzentriertes und gutes Zusammenspiel die 3 Treffer zum Ausgleich in Reihenfolge. Und als wir es dann auch noch zu Wege brachten, bis zum 3-5 aus Sicht der Merler wegzuziehen, war das für den Geschmack der Gegner zu viel – eine erste Auszeit sollte die Heimmannschaft wieder in die Spur bringen.

Genützt hatte ihnen das aber zunächst nichts. Weiterhin bestimmten wir mit klugem, kraftsparendem Spiel die Begegnung und blieben auch weiter in Führung. Der Hauptgrund: unsere Offensive funktionierte erstaunlich gut. Vor allem die Torquote war erfreulich hoch, einfach weil die Schüsse gut ausgesucht waren und man zudem sehr bewusst in die jeweilige Ballaktion hineinging. Lange konnten wir diesen Standard aufrecht erhalten. Leider aber waren wir dann in ein paar aufeinander folgenden Aktionen kurz vor der Pause nicht erfolgreich, wodurch es Merl wieder schaffte vorbeizuziehen. Pausenstand dann 11-10 für den SV Rot-Weiss.

Nun, ändern mussten wir nichts größeres. Bedingt durch die Situation hatten wir ja auch keine Möglichkeit personell zu reagieren. Die Frage war nur, wie sehr dieses konzentrierte Spiel unsere Kräfte gefordert hatte und ob es weiter möglich sein würde diese Spielweise durchzuziehen.

Die Auflösung erfolgte dann recht schnell, denn schon kurz nach der Wiederaufnahme der Partie mussten wir einige Treffer von Merl hinnehmen ohne selbst mit Torerfolgen antworten zu können. Der gegnerische Torhüter konnte einige unserer Abschlüsse unschädlich machen, aber auch wir gaben in einigen Aktionen durch Fehlpässe den Merlern Gelegenheit dazwischen zu gehen und in Tempogegenstößen die Tordifferenz zu vergrößern.

Auch hatte man nun offenbar besser beim Gegner erkannt, wo man die Hebel bei unserer Abwehr ansetzen konnte um zu leichteren Torerfolgen zu kommen. Es war nun ein Kampf bei dem wir nicht mehr mithalten konnten – die Kräfte gingen einfach zu Ende und die Hausherren nutzten die ihnen gegebenen Chancen recht konsequent aus. Unser Tank war einfach restlos leer. Wir hatten uns gewehrt solange es ging, aber jetzt war an der sich abzeichnenden Niederlage nichts mehr zu ändern.

Wir versuchten noch, mit den uns zur Verfügung stehenden Team-Timeouts kurze Verschnaufpausen zu verschaffen, um so vielleicht noch zu zwei – drei Erfolgserlebnissen zu kommen. Wäre das gelungen, wären zum einen den Hausherren möglicherweise noch einmal Zweifel am sicheren Sieg gekommen und bei uns nochmals Kräfte frei geworden, die eigentlich nicht mehr vorhanden waren. Leider gelang das nicht und in der Schlussphase wurde der Abstand auf die Punkte schließlich auch zu groß. Das es am Ende sogar 10 Treffer waren die uns von den Merlern trennten ist schade, letztendlich aber egal. Niemand der hier auf dem Spielfeld stand und das hellblaue Trikot übergezogen hatte muss sich etwas vorwerfen. Die die dabei waren haben alles für ihre Farben gegeben…

05.12.2016|Aktuelles, Männer 2|