Ein Saisonfinale nach unserem Geschmack – ein Fazit

…die 2te gewinnt die Revanche gegen den VfB Schleiden X und genießt die 3. Halbzeit

Das war’s nun also – alles ist vorbei und die Trikots sind erstmal weggepackt – die Liga-Konkurrenten bleiben zurück und können uns zumindest ein Jahr lang nicht mehr begegnen. Die meisten wird es vermutlich freuen, weil sie zum Teil doch recht herbe Niederlagen mit auch deutlichen Tordifferenzen gegen uns einstecken mussten. Andere, die an anspruchsvollen sportlichen Herausforderungen auch in der 3.KK interessiert sind, werden unseren Aufstieg vielleicht bedauern 😉

Zu dieser Sorte Gegner mag auch der VfB Schleiden X gehören. Ich nenne dieses Team jetzt mal so, weil uns nicht ganz klar war, wie sich die Truppe eigentlich genau zusammengesetzt hat. Definitiv spielten wir in den beiden letzten Wochen zweimal gegen ein weitestgehend identisches Team. Laut Spielansetzung vorher gegen VfB 2 – dieses Mal dann gegen den VfB 1. Das funktioniert zwar eigentlich wegen der Festspielregelung nicht, in diesem Fall aber ging es zum einen um Nichts mehr und zum anderen war es uns sogar eher recht, weil wir so die Gelegenheit hatten uns für die einzige Saisonniederlage in der letzten Woche zu revanchieren.

Das Team dazu stand frühzeitig fest, auch weil keiner der denkbaren U21-Spieler aushelfen konnte. Aus dem zuletzt üblichen Kreis fehlten Reinhold (verletzt) und Marwin (festgespielt – bei uns gibt es sowas!!!), dafür war nach Verletzungspause Sascha wieder mit dabei. Ralf konnte wegen eines Kreis-Handball-Termins erst spät zum Team dazustoßen, so kam er dann auch nur noch zu wenigen Spielminuten in der Schlussphase der Begegnung.

Noch unter dem Eindruck der vorigen Woche gingen wir mit dem Vorsatz in die Partie vor allem besser abzuschließen. Zuviele Angriffe scheiterten im ‚Hinspiel‘ an der eigenen mangelhaften Konzentration oder am gut aufgelegten Torwart der Schleidener. Genau das sollte uns diesmal besser gelingen – so der einfache Plan. Viel mehr musste es ja auch nicht sein, denn obwohl wir, gemessen an unseren eigenen Vorstellungen, wirklich recht schlecht gespielt hatten, fehlten ja nur 2 Tore zum Sieg. Darüber hinaus mussten wir besonderes Augenmerk auf die Abwehrarbeit legen, denn ohne Reinhold als Mittelspieler ist die Koordination häufig nicht optimal – und ohne Marwin fällt die gerne von uns praktizierte Manndeckung gegen wurfstarke Rückraumschützen meist weniger konsequent aus.

Um es kurz zu machen: insgesamt lief es besser als in der Woche zuvor. Vielleicht auch, weil wir diesmal bereits im Vorfeld von einer schwierigen Aufgabe ausgegangen waren, fiel es wesentlich leichter sich zu konzentrieren. Dieser Gegner war kein ‚Opfer‘, sondern ein Team das es erst einmal zu schlagen galt und wenn man das vorher weiß, wird man auch nicht nervös wenn es mal eng ist. Und das blieb es eigentlich über die gesamten 60 Minuten. Nie kam eine vorentscheidende Führung zustande aber andererseits waren wir auch so abgezockt, dass es vor allem nie zu einem Rückstand kam. Wir hatten meist die Zügel in der Hand, ich denke, das kann man behaupten. Zudem wurde bei uns von allen Positionen getroffen und diesmal alle Strafwürfe verwandelt. Der Pausenstand von 13:10 aus unserer Sicht dokumentiert die Verhältnisse gut.

Auch in der zweiten Halbzeit ‚im Westen nichts Neues‘: wir mit aller vorhandenen Routine vorneweg – der VfB X in wechselndem Abstand hinterher. Das Ganze zwischendrin zunehmend gestört durch ein paar merkwürdige Schiedsrichterentscheidungen auf beiden Seiten – insgesamt halbwegs ausgeglichen. Wenn die Schleidener nach dem Spiel allerdings der Meinung waren entscheidend schlechter weg gekommen zu sein, muss ich entgegenhalten, dass ich selten eine eindeutigere Rote-Karte-Szenerie gesehen habe, die nicht zum Ausschluss eines Spielers geführt hat: Leidtragender war Volker, der sich in dieser Situation durch eine Körpertäuschung bereits an seinem Gegenspieler vorbei getankt und zum freien Wurf angesetzt hatte. Das wiederum wollte der ausgespielte Schleidener offenbar nicht so einfach auf sich sitzen lassen und entschied sich deshalb dazu, einfach mal von hinten beherzt in den Wurfarm zu greifen. Nach dieser Aktion mussten wir Volker für die nächsten Minuten auf der Bank behandeln lassen, während der VfB in voller Teamstärke auf der Platte blieb – eine erfrischende Regelauslegung…

…die uns allerdings auch dazu brachte, wirklich noch die allerletzten Körner in die Waagschale zu werfen – eine dermaßen krasse Fehlentscheidung gegen uns sollte nicht auch noch belohnt werden. So brachten wir alle noch vorhandene Kraft und Routine ein um die letzten Minuten erfolgreich zu überstehen. Glanzstück in dieser Phase war sicherlich ein einziger Angriffszug der über 3 Minuten Spielzeit von der Uhr herunterlaufen ließ und dann auch noch mit einem Treffer abgeschlossen wurde => 3-Tore-Führung 5 Minuten vor Schluss.

Danach waren alle Bemühungen der Hausherren uns noch aus der Ruhe zu bringen vergebens. Der Sieg war unser, er war vollkommen verdient (Endstand 25:23 für uns) und das war im Hinblick auf den Rest des Abends von entscheidender Wichtigkeit, denn diese Partie sollte noch ein Nachspiel haben (s.u.)!

Die beteiligte Belegschaft:
Frank (Tor) – Gordon (KL) – Julian E. (RA/RR) – Kittes (RR/RM/RA) – Olli (RM/RR/KL) – Ralf (RR) – Sascha (RL/RM) Uwe (LA) Volker (RL/RM)

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Foto Dietmar

Die dritte Halbzeit (inoffizieller Spielbericht aus der Gaststätte ‚Zum Krebsbachtal‘ in Breitenbenden)

Angetreten waren alle Spieler die uns im Laufe der Saison zum Meister der 3.KK gemacht hatten (einzige Einschränkung: leider konnten einige wenige Kameraden aus terminlichen Gründen oder krankheitsbedingt nicht dabei sein – vielen Dank an dieser Stelle für den gezeigten Einsatz im TSV Trikot auf und neben dem Spielfeld).

Zum Engagement neben dem Spielfeld zählt nun auch für diese Anwesenden (nebst derer besserer Hälften) der unermütliche und selbstlose Kampf am warmen Buffet. Ein Lob in diesem Zusammenhang haben sich auch unsere Gastgeber an diesem Abend – Ilse und Walter Pütz – verdient. Ich denke, ein Dankeschön für die gute Bewirtung und eine Weiterempfehlung der Lokalität an dieser Stelle würde keiner der Beteiligten verweigern.

So war es war richtig nett, nach der erfolgreichen Saison zusammen zu sitzen, ein positives Fazit zu ziehen und gemeinsam die kommende Saison in der höheren Liga zu planen. Im Groben können wir uns demnach darauf freuen, in weitgehend gleicher Besetzung wieder auf Tore- und Punktejagd zu gehen. Vielleicht noch die ein oder andere Veränderung in Richtung Spieleraustausch mit erster Mannschaft aber der Kader sollte so oder so gewappnet sein die Herausforderung 2.KK bestehen zu können – wir sollten gut mithalten können.

Mein persönlicher Dank geht an alle meine Mitspieler die mich in dieser Spielzeit als ‚Vortänzer‘ ertragen und unterstützt haben – auch wenn alle wissen, dass das immer eine ganz besondere und sicher nicht immer einfache Angelegenheit ist, als ‚Gleicher unter Gleichen‘ so eine Truppe aus zum Teil sehr erfahrenen Spielern in eine Richtung ziehen zu lassen – wir haben es ganz gut hinbekommen. Hinbekommen, weil jeder immer wieder einmal eigene Interessen ein wenig hinten angestellt hat. Kompliment dafür – so sind Mannschaftssportler, so kann man sich auf eine nächste Saison freuen.

Danke auch an die Zuschauer und andere Unterstützer neben dem Spielfeld: Kampfgerichte, Papiersammler etc. etc. – die 3.KK ist keine Champions-League – umso mehr zählt eure Zuwendung in unseren Augen. Hoffentlich können wir euch auch im nächsten Spieljahr ein bisschen Spaß machen. Macht’s gut! Bis dann! (Uwe)

23.03.2014|Aktuelles, Männer 2|