Ein ganz schlechtes Spiel bringt uns in den Tabellenkeller

TSV Feytal 2 – SG Lülsdorf-Ranzel 2 Endstand 21:29

Die zweite Partie dieser Saison startete unter ähnlichen Vorzeichen wie auch die Auftaktbegegnung – wenig Personal zum Wechseln und bisher keine Minute gemeinsamer Trainingszeit. Einzig die teilweise in der letzten Woche gezeigten guten Phasen ließen uns hoffen, heute vielleicht etwas mitnehmen zu können.
Der Gegner war uns eher unbekannt. Zwar hatten wir ja auch schon in der letzten Spielzeit gegen eine Mannschaft LüRa 2 gespielt, weil es aber bei den Gästen in der Handballabteilung einige personelle Umstellungen gegeben hatte, sahen wir beim Aufwärmen praktisch keine uns bekannten Gesichter. Dementsprechend stellten wir uns ‚konservativ‘ auf – d.h. für uns: 6-0 Deckungsformation – erst mal schauen, was der Gegner so spielt.

Es war zunächst offenbar auch nicht die falsche Entscheidung uns in Ruhe auf das Spiel einzulassen, denn auf diese Weise kamen wir recht schnell zu einer Führung. Ohne besonderen Glanz versprühen zu müssen, reichte es völlig, den Ball im Angriff über unseren Rückraum laufen zu lassen und dann aus dem einfachen Anstoßen heraus den Abschluss zu suchen. In dieser Anfangsphase hatte die Abwehr der Gäste diesem Prinzip nur wenig entgegen zu setzen.

Auch in unserer Abwehr hatten wir stets die Zügel in der Hand und wussten die Bemühungen der LüRa 2 Spieler meist sehr kontrolliert abzuwehren. Eine bis zu 4 Toren ausgebaute Führung war das erfreuliche Zwischenresultat nach dem Start.

Dann allerdings recht plötzlich ein anderes Bild. Das was vorher noch so gut funktioniert hatte, nämlich den Ball mit Bedacht in den eigenen Reihen laufen zu lassen, funktionierte nun innerhalb kurzer Zeit garnicht mehr. Völlig überhastet drängten wir zunehmend darauf, bereits nach nur 2 oder 3 Querpässen – und ohne Druck auf die Abwehr aufgebaut zu haben – den Torwurf zu versuchen. Eine einzige andere Variante gab es noch: die war aber keinen Deut besser, weil dabei nach den unzureichenden Querpässen ein meist unsinniger Anspielversuch an unsere Kreisläufer folgte.

Alles startete praktisch immer ohne jede Vorbereitung, ohne jedes ’sich-gefährlich-machen‘. Das hieß, es gab überhaupt keinen Grund für die Deckung sich von dem Fleck wegzubewegen, von dem unsere Angreifer sich wünschten, dass die Mitspieler dadurch Freiräume bekommen würden. Wir rannten uns fest. Torerfolge unsererseits gab es nur noch, wenn wir mit Wurfgewalt einmal eine Lücke nutzen konnten während den Gäste eine Unachtsamkeit unterlief.

So mussten wir bereits kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit einen deutlichen Rückstand hinnehmen.
Nach den 15 Minuten Pausenerholung trotzdem keine Änderung der Szenerie. Wer gedacht hatte, wir könnten den Faden nochmals aufnehmen der uns in den Anfangsminuten gut getragen hatte, der wurde nun stark enttäuscht. Schon früh in dieser zweiten Halbzeit war abzusehen, dass heute garnichts mehr zusammenlaufen würde. Die Spurrillen auf unserer Strecke waren offenbar so tief eingefahren, dass absolut niemand im Team in der Lage war da nochmals herauszukommen um irgendetwas am eingefahrenen Trott zu ändern.
Die Gegner mussten sich noch nicht einmal gedanklich bemühen um unsere Angriffe abzufangen – immer wieder liefen wir in die gleichen Räume, immer wieder passten wir auf die gleichen Positionen, immer wieder schossen wir auf die gleichen Stellen. Selbst in den Überzahlsituationen, von denen wir zwischen der 35. und 50. Minute ein paar hatten, brachten wir es nicht fertig den Ball über mehr als 3 Spieler zu bewegen. Immer erfolgte dann schon der Versuch sich selbst oder einen Kreisläufer zum Schuss zu bringen. Die Gäste lösten diese Situationen meist dadurch auf, dass sie entschieden dazwischen gingen und mit einem Tempogegenstoß einen weiteren Treffer auf die Anzeigentafel legten. Wir spielten unfassbar unclever!
Insgesamt kann man es nicht anders sagen, das war ein ganz schlechtes Spiel unsererseits heute, hatte nicht viel mit Handball zu tun und war, vor allem wenn man die eigentlichen Möglichkeiten unseres Teams kennt, ziemlich erschreckend anzusehen. Wir können uns bei unseren treuen Zuschauern nur entschuldigen für das was wir heute trotz der Anfeuerungen abgeliefert haben.

Erklärbar scheint es mit ein paar Stunden Abstand betrachtet eigentlich nur durch unseren schlechten körperlichen Zustand in Verbindung mit der recht dünnen Personaldecke. Durch die wenigen Wechselmöglichkeiten begründet müssen Spieler, denen ein paar Minuten Pause deutlich helfen würden ihre Konzentration über die Spielzeitdauer zu behalten, derzeit komplett durchspielen – das geht ganz offensichtlich nicht zusammen. Deshalb können wir nur hoffen, dass wir zum einen endlich wieder einen Trainingsbetrieb ins Laufen bekommen und zum weiteren wieder mehr Spieler auf den Bogen bekommen um alle Schlüsselspieler zumindest phasenweise entlasten zu können. Jetzt dürften wir jedenfalls zunächst einmal das Schlusslicht in der Tabelle bilden – was den bescheidenen Vorteil hat, dass es eigentlich nur noch aufwärts gehen kann… (Uwe)

Es spielten (vielen Dank an CLAUDIA für die Torschützenliste!!!):
Gordon 1 (KL/LA), Max 2 (RA), Patrik (TW), Reinhold 2 (KL), Rüd (TW), Sascha 5 (RM), Simon 8/4 (RR/RM), Steve 1 (RA), Uwe (LA), Volker 2 (RL)

TSV Feytal 2

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18.09.2016|Aktuelles, Männer 2|